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Fraͤulein derſelben gehabt haͤtte; nur Einen Blick konnte er dieſer im Voruͤbergehen ſchenken, den die Lieblinginn, ſo duͤnkte es ihn, ſanft erwiederte. Dieſer eine, letzte Blick hob ihn, den feurigen, nur immer zu leidenſchaftlichen Mann, hoch em⸗
por, er flog entzuͤckt, ſtolzen Blicks uͤber die Par⸗
kets, durch die lange Reihe der Prachtzimmer, ohne irgend Etwas um ſich zu beachten; die dienſtthuenden Kammerherren, die aufwartenden Pagen, Alle ſahen ihm verwundernd nach.
Eine Menge von Beſuchen, weil der Magnat die wichtigſten und glaͤnzendſten Empfehlungen an die angeſehenſten Häͤuſer in der Hauptſtadt der gebildeten Welt, mit aus Wien gebracht hatte, nahm mehrere Tage in Anſpruch; aber ſo wenig Caboga auch Zeit hatte, uͤber ſich und ſeine Gefuͤhle nachzudenken: ſo mußte er doch wahr⸗ nehmen, daß nur ein einziger Gegenſtand ſeine Seele beſchaͤftige, welcher trotz den mannichfal⸗ tigen, faſt jede Stunde wechſelnden Zerſtreuun⸗ gen und Eindruͤcken, darin bleibend war. Es war das Bild der holden Gräfinn Eugenie Bourdonnaye.—
Fuͤnf Tage ſpaͤter fuhr der Magnat in die
Oper und nahm, wie er ſchon mehrere Abende zu thun gewohnt war, ſeinen Platz der königli⸗
chen Loge gegenüͤber, immer voll Hofſnung, das


