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und erlaubte ihm, für Eine Nacht mir die Rolle eines franzöſiſchen Marquis zu geben, um deſto eher meine Rache zu ſättigen.
Nach dieſer, mit Chatter getroffenen Verabredung begab ich mich in Banter's Wohnung, da ich von deſſen Scharfſinne und Menſchenkenntniß eine hohe Meinung gefaßt hatte, theilte ihm un⸗ ter dem Siegel der Verſchwiegenheit den ganzen Vorfall meines Zerwürfniſſes mit Melinda, nebſt den, von mir zur Demüthigung dieſer ſpröden Coquette entworfenen Plan mit, und bat ihn um ſeinen Rath und Beiſtand zur möglichen Verbeſſerung und Aus⸗ führung meines Entwurfs. Nichts konnte dieſem menſchenfreund⸗ lichen Gemüthe erwünſchter ſeyn, als eine Erzählung ihres Beneh⸗ mens und meiner Rache. Er gab meinem Entſchluſſe Beifall, und ſchlug mir vor, nicht nur mir eine, meinen Umſtänden zuſagende Tänzerin, ſondern auch der Miß Gooſetrap einen ſolchen Tänzer zu verſchaffen, daß ſie unfehlbar die Zielſcheibe des Spotts aller ihrer Bekannten würde. Hiezu ſchlug er mir ſeinen Barbier vor, einen, wie er ſagte, gewaltigen Haſenfuß, der vor Kurzem aus Paris zurückgekommen ſey, und deſſen lächerliche Geziertheit und Nachäfferei bei ihr für geiſtreiche Feinheit eines, durch Reiſen ge⸗ bildeten, Gentleman gelten würde. Ich umhalste ihn für dieſen Fingerzeig, und er gab mir die Verſicherung, es würde gar nicht ſchwer ſeyn, ihm die Meinung beizubringen, Melinda ſey, wie ſie zufällig ſeiner anſichtig geworden, durch ſein Ausſehen ſo be⸗ zaubert worden, daß ſie ſeine Bekanntſchaft wünſche. Er machte demſelben auch ſogleich dieſen Antrag, und ſchilderte ihm ſein gün⸗ ſtiges Geſchick ſo lebhaft, daß der arme Bartkratzer vor Wonne ſich nimmer zu faſſen wußte. Banter verſah ihn hierauf mit einem Flitterſtaat aus ſeiner eigenen Garderobe, und fellte ihn Chatter'n als einen ſehr gebildeten jungen Mann vor, der erſt von ſeinen Reiſen zurückgekommen ſey. Maſter Billy, der bei vielen Indi⸗ viduen des ſchönen Geſchlechts in der Stadt und der Umgegend als Ceremonienmeiſter fungirte, nahm es auf ſich, mit Melinda


