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Ich wünſchte Monſieur d'Eſtrapes zu ſeiner Eroberung Glück, und billigte den Plan, vorausgeſetzt, daß er über ihre Vermögens⸗ verhältniſſe Erkundigung einzöge, gab ihm jedoch den Rath, nicht raſch zu Werke zu gehen, und mir Gelegenheit zu verſchaffen, die Frau zu ſehen, ehe die Sache zum Schluß käme. Er verſicherte mich, nichts ohne meine Einwilligung und Zuſtimmung thun zu wollen, und führte an dem nämlichen Morgen, ſo lange ich beim Frühſtück ſaß, ſeine Inamorata mir vor. Sie war ein kurzes, dickes Weib, ungefähr ſechsunddreißig Jahre alt, und hatte einen eigenthümlichen Vorſprung am Bauche, ein Umſtand, den ich ſo⸗ gleich, nicht ohne zu argwohnen, die Sache müſſe einen Haken ha⸗ ben, in's Auge faßte. Ich bat ſie jedoch, Platz zu nehmen, und reichte ihr ein Schälchen Thee. Das Geſpräch drehte ſich um die guten Eigenſchaften Straps, den ich ihr als ein Wunder von Nüch⸗ ternheit, Fleiß und Rechtlichkeit ſchilderte. Als ſie Abſchied nahm, begleitete er ſie vor die Thüre, und kehrte, ſeine Lippen beleckend, zurück, indem er die Frage an mich richtete, ob es nicht ein leckerer Biſſen wäre. Ich machte aus meinem Verdachte kein Geheimniß, ſondern eröffnete ihm meine Geſinnungen von ihr ohne Rückhalt, worüber er ſich nicht erſtaunt bezeigte, und mir ſagte, er habe daſſelbe Symptom auch bemerkt, ſein Freund habe ihm aber mit⸗ getheilt, dieſe Leibesfülle rühre von der Leberkrankheit her, und nach einigen Monaten ſey ſie ſo ſchmalen Bauches als jemals. „Ja,“ ſagte ich hierauf,„einige Wochen vielleicht werden dazu verhelfen. Kurz! Strap, es iſt meine Anſicht, daß Ihr tüchtig hinter's Licht geführt worden, und daß Euer vorgeblicher Freund nichts anders als ein Schurke iſt, der ſein M. ſch Euch auf⸗ ſchwatzen will, um zugleich der Zudringlichkeiten der Mutter und der Koſten für ihren Bankert loszuwerden. Deshalb möchte ich nicht haben, daß Ihr ſeinem Berichte von ihrem Wohlſtande(einer Sache, welche durch ſein Benehmen nicht erklärbar iſt) unbedingten Glauben ſchenket; eben ſo wenig, daß Ihr unbeſonnenerweiſe


