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Siebenundvierzigſtes Kapitel.
Strap erobert das Herz einer Saifenſiederwittwe und ſieht ſich erbaͤrmlich betrogen; ich gehe in die Oper, bringe Melinda'n meine Huldigung dar; Banter warnt mich; ich gehe in die Geſellſchaft nach Hampſtead; tanze mit dieſem jungen Fraͤulein; erhalte eine unverſchämte Botſchaft von Bragwell, deſſen Muth bald gekuͤhlt iſt; ſteige in der Gunſt meiner Ge⸗ liebten, der ich am folgenden Tage einen Beſuch mache, und werde im Kartenſpiel um achtzehn Guineen von ihr geprellt; Strap triumphirt uͤber mein Gluͤck, entſetzt ſich jedoch uͤber meine ſtarken Ausgaben; Banter kömmt in meine Wohnung, ergießt ſich auf meine Unkoſten in Sarkas⸗ men, und borgt, als Beweis ſeiner Freundſchaft, von mir fuͤnf Guineen.
Morgens vor dem Aufſtehen kam Strap auf mein Zimmer, huſtete, als er mich erwacht fand, mehremal, kratzte an ſeinem Kopfe, ſchlug die Augen zu Boden, und gab mir mit einer recht lächerlichen und einfältigen Miene zu verſtehen, er habe mir Etwas mitzutheilen.„An Eurem Ausſehen,“ ſprach ich,„merke ich, daß es Etwas Gutes ſeyn muß.“—„Leidlich Gutes,“ erwiederte er kichernd,„nämlich je nachdem das Ende iſt. Ihr müßt wiſſen, daß ich im Sinne habe, meine Lage zu verändern.“—„Wie!“ rief ich voll Erſtaunen,„einen Heirathsplan? O epeellenter Strap! Du biſt mir am Ende vorangeeilt.“—„N— nein, nichts we⸗ niger, als dies, ich verſichere Euch,“ ſagte er und brach in ein ſelbſtgefälliges Gelächter aus,„eine in der Nähe wohnende Talg⸗ lichtkrämerswittwe hat eine Neigung zu mir gefaßt— ein feines artiges Weibchen, ſo fett, wie ein Rebhuhn. Sie beſitzt ein gut eingerichtetes Haus, führt einen lebhaften Handel und hat eine ſchöne Summe an Bagrem. Ich kann ſie haben, wenn ich will. Sie ſagte einem Freunde von mir, einem Bruder Bedienten, ſie würde mich nehmen und wär' ich von Miſt überzogen; ich ver⸗ weigerte jedoch eine beſtimmte Antwort, ehe ich Eure Anſicht hierüber eingeholt habe.“


