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Angſtſchweiß ausbrach, nicht ſowohl wegen des Schmerzes, als vielmehr aus Furcht vor den Folgen des Biſſes; denn er war jetzt überzeugt, ſie ſey raſend. Banter ſchlug auf der Stelle die Cau⸗ teriſation vor, und ſteckte das Schüreiſen in's Feuer, um es glü⸗ hend zu machen, und die Stelle zu brennen. Der Schauſpieler war der Meinung, Bragwell ſolle den ergriffenen Theil mit ſeiner Degenſpitze weghauen. Der Maler aber verhinderte dieſe beiden ſchrecklichen Operationen durch Empfehlung eines Balſams, den er bei ſich führe. Mit dieſen Worten zog er ein kleines Pflaſter von ſchwarzer Schminke hervor, womit er nicht nur die Wunde, ſon⸗ dern auch den größten Theil des Geſichts des Patienten einſchmierte und ihm ein wahrhaft fratzenhaftes Ausſehen gab. Kurz! der arme, Doctor wurde von Furcht und Angſt ſo ins Bockshorn gejagt, daß ich das höchſte Bedauern mit ihm hatte, und ihn, gegen den Willen der edlen Compagnie, in einer Sänfte nach Hauſe brin⸗ gen ließ.
Dieſe Freiheit meinerſeits verdroß Bragwelln, der ſein Miß⸗ vergnügen dadurch an den Tag legte, daß er einige Drohungen ausſtieß, ohne jedoch ihre Ausführung ſehr zu beſchleunigen. Dieß wurde von Slyboot bemerkt, der neben mir ſaß, und in der Ab⸗ ſicht, Streit zu erregen, mir zuflüſterte, es käme ihm ſo vor, als habe Bragwell mich ſtark beſchimpft; doch Jeder ſey Richter in ſeiner eigenen Sache. Ich erwiederte laut, ich werde mich weder von Herrn Bragwell noch ihm ungeahndet mißbrauchen laſſen, und ich bedürfe ſeines Rathes in Betreff meines Verhaltens durchaus nicht. Hierauf fand er es für gut, mich tauſendmal um Verzeihung zu bitten, und zu verſichern, er habe mich nicht beleidigen wollen, während Bragwell ſich ſtellte, als ob er ſchliefe, um nicht von dem Vorfalle Kenntniß nehmen zu müſſen. Der Schauſpieler jedoch, der mehr Hitze und weniger Ueberlegung als Slyboot beſaß, und die Sache nicht dabei beruhen laſſen wollte, ſtieß ſeinen reno⸗ miſtiſchen Freund an, und ſagte ihm leiſe, ich hätte ihn geſchmäht,


