Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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werde er einen halben Scrupel aqua destillata bekommen, wovon ein Tropfen eine volle Doſis ausmache.

„So wahr ich ein Gewiſſen habe,“ rief der leichtgläubige Dockor aus,„das iſt ganz erſtaunlich und außerordentlich! ein caput mortuum ſollte Waſſer enthalten! Ich muß geſtehen, ich war immer ein Feind von ſpeziſiſchen Mitteln, weil ich ſie mit dem Weſen der thieriſchen Oekonomie für unverträglich hielt; allein ſicherlich kann die Autorität Salomos nicht in Frage geſtellt wer⸗ den. Ich wundere mich nur, wo ich eine Glasretorte finden ſoll, vie groß genug iſt, eine ſolche ungeheure Menge Zunder zu faſſen, deſſen Verbrauch nothwendig den Preis des Papiers ſteigern muß. Oder wo fände ich genug thieriſche Hitze, um eine ſolche Maſſe zu erwärmen?“

Slyboot gab ihm den Rath, er ſolle ſich eine Retorte machen laſſen, ſo groß, wie eine Kirche; und das leichteſte Mittel, die Verflüchtigung vermittelſt thieriſcher Hitze herbeizuführen, beſtände varin, die Retorte mitten in ein Spital für Fieberkranke zu ſtellen, welche rund herum auf Matrazen in Berührung mit derſelben lä⸗ gen. Kaum hatte er dieſe Worte geſprochen, ſo rief Wagtail ent⸗ zückt aus:„Ein herrliches Mittei bei meiner einſtigen Seligkeit! Ich will es gewiß in Ausführung bringen.“

Die Einfalt des Arztes machte der Geſellſchaft viel Spaß, welche ihrerſeits durch ironiſche Complimente, die von ſeiner Ei⸗ telkeit als baare Münze genommen wurden, ihn verhöhnte. Unge⸗ duldig über ein ſo langes Stillſchweigen brach Herr Chatter jetzt los, und unterhielt uns durch Angabe aller derjenigen, welche auf der letzten Aſſemblee zu Hampſtead getanzt hatten, nebſt einer ausführlichen Beſchreibung des Anzugs und des Putzes eines Jeben, von dem Kopfputze der Damen bis zu den Schuhſchnallen der Herren. Zum Schluſſe ſagte er zu Bragwell, Melanda, ſeine Geliebte, ſey auch dort geweſen und ſcheine ihn ſehr vermißt zu