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länder ſey, worauf ich verneinend antwortete.„Sie find alſo ver⸗ muthlich aus Irland, mein Herr!“ ſagte er. Ich gab die gleiche Antwort.„Oh! vielleicht ſind Sie“, ſprach er,„in einer unſerer Colonien geboren.“ Ich verneinte ebenfalls. Hierüber ſchien er ſehr erſtaunt zu ſeyn und ſagte: er ſey überzeugt, ich ſey kein Fremder. Darauf erwiederte ich Nichts, ſondern ließ ihn auf der Folter un⸗ geduldiger Zweiſel. Er konnte ſeine Verlegenheit nicht bergen, ſondern bat wegen der Freiheiten, welche er ſich heraus genommen, um Verzeihung, und theilte mir, um mich deſto mehr zur Mit⸗ theilung meiner Verhältniſſe aufzumuntern, ohne Rückhalt ſeine eigenen mit.„Ich bin“, ſprach er,„ein lediger Maun, habe eine beträchtliche Jahresrente, die ich nach meiner Neigung verzehre, und komme von Jahr zu Jahr ganz behaglich aus. Da ich kein Vermögen hinterlaſſe, ſo werde ich nicht durch die zudringliche Dienfifertigkeit von Verwandten oder Teſtamentsjägern geplagt, und betrachte die Welt als für mich vorhanden, nicht mich für ſie. Darnm iſt mein Grundſatz, zu genießen, ſo lange ich es vermag, und die Zukunft ſich ſelbſt zu überlaſſen.“
Während er auf dieſe Weiſe den Fluß ſeiner Rede fortſtrömen ließ, und ohne Zweifel zu gleicher Zeit auf eine ähnliche Erwiede⸗ rung meinerſeits ſich gefaßt machte, trat ein junger Mann mit ſchwerem Sammtrock und einer ungeheuren Knotenperrüke in das Zimmer. In ſeinem Weſen durchkreuzten ſich ſo viel natürlicher Leichtſinn und angenommener feierlicher Ernſt, daß er als eine wahre Spottſigur jedes Decorums erſchien. Dieſes lächerliche Ding tanzte auf unſern Tiſch zu und frug nach unzähligen Geſichtsver⸗ zerrungen meinen Freund, den er als Herrn Medlar anredete, ob wir Geſchäfte hätten.— Mein Freund nahm eine finſtere Miene an, und erwiederte:„Das gerade nicht, Docktor!— jedoch“— „O, in dieſem Falle“, rief der Arzt,„muß ich ein wenig um Nachſicht bitten; bitte, vergebt mir, ihr Herren! Mein Herr!“ fagte er und wandte ſich zu mir,„ich bin Euer ergebenſter Die⸗


