Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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beigehend, durch ihren Hülferuf erſchreckt wurde und zu ihrem Bei⸗ ſtande herbeieilte. Was mußte mein Inneres empfinden, als ich Narciſſa unter der thieriſchen Kraft dieſes Satyrs faſt erliegen ſah. Wie ein Blitz flog ich zu ihrer Rettung herbei; er aber ließ, als er mich bemerkte, ſeine Beute fahren, und zog ſeinen Degen, um mich für meine Vermeſſenheit zu züchtigen. Mein Unwille hatte einen zu hohen Grad erreicht, um einem Gedanken an Furcht Raum zu laſſen. So ſtürzte ich denn auf ihn, ſchlug ihm den Degen aus der Hand, und machte ſo glücklichen Gebrauch von meinem Prügel, daß der Squire zu Boden fiel, und wahrſcheinlich ohne Vewußtſeyn dalag. Dann wandte ich mich gegen Nareiſſa, welche in Ohnmacht gefallen war, beugte mich zu ihr herab, hob ihr ſanft den Kopf in die Höhe, legte ihn auf meine Bruſt und hielt ſie, indem ich meine Hand um ihren Leib ſchlang, in auf⸗ rechter Lage. Mein Herz klopfte voll ungeſtümer Wonne, als ich den Gegenſtand meiner theuerſten Wünſche in meinen Armen hielt, und, während ſie beſinnungslos dalag, konnte ich mich nicht ent⸗ halten, meine Wange an die ihrige zu bringen, und ihr einen Kuß zu rauben. Bald kehrte das Blut wieder in ihr Geſicht; ſie öff⸗ nete ihre bezaubernden Augen, und ſprach, nachdem ſie ſich ihre vorige Lage in's Gedächtniß zurückgerufen hatte, mit einem Blicke des zärtlichen Dankes:„Theurer John! ich bin Euch ewig verpflich⸗ tet!“ Bei dieſen Worten machte ſie einen Verſuch, aufzuſtehen, worin ich ihr Beiſtand leiſtete, und ſie ſchritt, auf meinen Arm ſich ſtützend, auf das Hans zu. Dieſe günſtige Gelegenheit brachte mich tauſendmal in Verſuchung, meine Leivenſchaft ihr zu geſtehen, allein die Beſorgniß, ihr Mißfallen zu erregen, feſſelte meine Zunge. Wir waren noch nicht hundert Schritte von der Scene entfernt, wo der Angriff auf ſie geſchehen war, als ich Sir Timotheus auf⸗ ſtehen und ſich nach Hauſe verfügen ſah; ein Umſtand, der, unge⸗ achtet er mir eine Verlegenheit vom Herzen nahm, inſofern ich dadurch die Gewißheit erhielt, daß er nicht getödtet ſey, mich mit