Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Nachdem das Mahl vorüber war, ſo ſetzten wir, die Mägde und ich, uns zu dem unſrigen in die Küche, wo ich hörte, daß Sir Thimotheus Thicket ein vermöglicher Ritter in der Nachbar⸗ ſchaft ſey, zwiſchen dem und Narciſſa durch den Bruder ver Letz⸗ teren eine Verbindung vorgeſchlagen worden, während dieſer das Verſprechen gegeben, die Schweſter des Sir Thimotheus zu eheli⸗ chen. Hierdurch würden, da ihr Vermögen ziemlich gleich war, die jungen Mädchen verſorgt, und ihre Brüder im Beſitze ihres Reich⸗ thums bleiben; jedoch die Mädchen ſchienen den Vorſchlag zurück zu weiſen, und iede derſelben hegte gegen die ihr durch dieſe Ueber⸗ einkunft und ohne ihre Genehmigung zum Manne beſtimmte Per⸗ ſon eine herzliche Abneigung. Dieſe Nachricht erzeugte in mir ei⸗ nen tödtlichen Haß gegen Sir Thimotheus, den ich als meinen Nebenbuhler betrachtete und wegen ſeiner Anmaßung innerlich ver⸗ wünſchte.

Am folgenden Morgen wurde ich bei Tagesanbruch durch den Lärmen der Jäger und Hunde aufgeweckt, und ich erhob mich, um die Cavalcade mit anzuſchauen, wobei ich meinen Nebenbuhler zu Geſichte bekam, deſſen Vorzüge(mit Ausnahme des Vermögens) nicht ſo glänzend zu ſeyn ſchienen, um mir Narciſſens wegen viele Sorge zu machen, welche, wie ich mir ſchmeichelte, durch die ihn zierenden Eigenſchaften des Körpers und Geiſtes nicht einzunehmen ſeyn würde.

Trotz ihrer Vorſichtsmaßregeln wurde meine Gebieterin durch die Geſellſchaft ihres Neffen ſo geſtört, daß ſie vor fünf Uhr Nach⸗

mittags nicht aufſtand. So bekam ich denn Gelegenheit, ihr Stu⸗ dierzimmer nach Muße zu beſehen, wozu meine Neugierde mich ſtark antrieb. Hier fand ich eine Menge Bruchſtücke ihrer Dichtkunſt über unzählige Gegenſtände, aus drei, vier, zehn, zwölf und zwan⸗ zig Verſen beſtehend, welche, wie die Laune ſie eingab, von ihr begonnen wurden, ohne Muth oder Fähigkeit, etwas Zuſammen⸗ hängendes zu vollenden. Jedoch das Allerſonderbarſte bei einer