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daß er es vorgezogen, lieber auf dem Lande in einen Dienſt zu gehen, als wieder an Bord eines zweiten Schiffes. Ehe ich in meine neue Stelle eintrat, gab ſie mir eine Schilderung von dem Charakter meiner Gebieterin, damit ich mein Benehmen darnach beſſer einrichten könnte.
„Eure Herrin,“ ſprach ſie:„iſt eine Jungfrau von 40 Jahren, die weniger Schönheit beſitzt als vielmehr Gelehrſamkeit und Ge⸗ ſchmack, Eigenſchaften, welche ſie in der ganzen umliegenden Ge⸗ gend berühmt gemacht haben. Und wirklich iſt ſie ein wahrhaft gelehrtes Frauenzimmer, und haſcht ſo ſehr nach Erwerbung von Kenntniſſen, daß ſie ihre Perſon bis zur Unreinlichkeit vernach⸗ läßigt. Dies, verbunden mit der Verachtung des Männergeſchlechts, macht ihrem Neffen wenig Kummer, weil dadurch ihr beträchtliches Vermögen ihrer Familie erhalten wird. Er geſtattet ihr deßhalb, auf ihre eigene Weiſe zu leben, welche ein wenig über die ge⸗ wöhnlichen Gränzen hinausſchweift, und gewährt ihr alle ihre ſonderbaren Launen. Ihr Gemach befindet ſich in einiger Entfernung von den andern bewohnten Theilen des Hauſes. Es beſteht aus einem Eßzimmer, einer Schlafkammer und Studierftube; ſie hält eine Köchin, ein Kammermädchen und einen Bedienten, und ſelten verkehrt ſie mit einem Mitglied ihrer Familie, ihre Nichte aus⸗ genommen. Dieſe iſt ein ſehr liebenswürdiges Geſchöpf und er⸗ trägt, dadurch, daß ſie ganze Nächte mit ihrer Tante aufbleibt, die Launen derſelben zum Schaden ihrer eigenen Geſundheit. Denn Ihr müßt wiſſen, daß Eure Herrin eine zu große Philoſophin iſt, um an der Sitte der Welt Geſchmack zu finden; ſie ſchläft oder ißt daher niemals, wenn andere Leute dies thun. Neben andern Sonderbarkeiten bekennt ſie ſich auch zu den Lehren des Roſen⸗ kreutz und glaubt, daß die Erde, die Luft und das Meer von un⸗ ſichtbaren Weſen bewohnt ſey, mit denen in Verkehr und Gemein⸗ ſchaft zu treten dem Menſchen geſtattet ſey, unter einer Bedingung nämlich, die Keuſchheit zu bewahren. Da ſie hofft, eines Tages
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