Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Bande um dem Halſe aufziehe, ein Lieblingsthier meiner verſtor⸗ benen Freundin.“

Das ganze Benehmen dieſer ehrwürdigen Perſon war ſo offen, ungekünſtelt, gefühlvoll und gebildet, daß ich kindliche Achtung vor ihr bekam, und ſie, in Betreff meiner künftig zu verfolgenden Laufbahn, ſo vald ich nämlich im Stande ſey, wieder ſelbſtſtändig zu handeln, um ihren Rath bat. Sie widerrieth mir meinen Plan, nach London zu reiſen, um meine Kleider und meinen Sold zu erhalten, indem ich in mein Schiff zurückkehrte, das, wie ich in den Zeitungen geleſen haite, in dem Themſefluß glücklich angekommen war.„Denn,“ ſagte ſie:„Ihr ſetzt Euch der Gefahr aus, nicht nur als Ausreißer behandelt zu werden, weil Ihr die Corvette verlaſſen habt, ſondern auch als Aufrührer, weil ihr Euern vor⸗ geſetzten Offizier angriffet, deſſen boshafter Rache Ihr ausgeſetzt ſeyd.“ Sie verſprach mir dann, mich als Bedienter einer unver⸗ heiratheten Dame ihrer Bekanntſchaft zu empfehlen, welche in der Nachbarſchaft mit ihrem Neffen lebe, der ein junger Landjunker von großem Vermögen ſey. Dort könne ich ſehr glücklich ſeyn, im Falle ich das Temperament und den Charakter meiner Gebie⸗ terin ertrüge, welche etwas ſonderbar und eigen ſey. Allein vor allen Dingen rieth ſie mir, meine Geſchichte zu verſchweigen, denn das könnte mir nachtheilig ſeyn. Leute von Stand hegen den Grundſatz, daß kein Unglücksritter in eine Familie als Bedienter aufgenommen werden dürfe, damit er nicht übermüthig, nachläßig und ſtolz werde.

Ich ſah mich genöthigt, dieſen demüthigenden Vorſchlag an⸗ zunehmen, weil meine Lage eine verzweifelte war; und wurde binnen weniger Tage von jener Dame als Bedienter gemiethet. Meine Wirthin ſtellte mich derſelben als einen jungen Mann vor, der wider ſeinen Willen von ſeinen Verwandten zum Seedienſt beſtimmt worden ſey und Schiffbruch gelitten habe, ein Ereigniß, das ſeine Abneigung gegen dieſe Lebensweiſe ſo vermehrt habe,