Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Weſen an Bord eines Schiffs betrachtete, weßhalb er auch nie⸗ mals den Doctor um Rath frug, ungeachtet er öfters an heftigen An⸗ fällen von Podagra und Steinſchmerzen litt. Vielmehr nahm er ſeine Zuflucht zu einer Flaſche Genever, ein Getränk, das ſein Uni⸗ verſalmittel wider alle Krankheiten war. Mochte er aber damals zu enthaltſam damit umgegangen ſeyn, oder eine zu ſtarke Doſis ſeiner Arznei zu ſich genommen haben, genug! er marſchirte in der darauf folgenden Nacht in die andere Welt, ohne alle weitere Förmlichkeiten, da er von jeher ein Feind derſelben geweſen war, und wurde am Morgen darauf ſtarr und ſteif gefunden, zur nicht geringen Freude Crampleys, der nun im Schiffscommando ſein Nachfolger ward.

Jedoch Herr Tomlins und ich hatten keine Urſache, uns über dieſen Wechſel zu freuen, da wir fürchten mußten, die Tyrannei unſeres neuen Befehlshabers möchte nun ſo unumſchränkt ſeyn, als ſeine Macht geworden war.

Auch rechtfertigte der erſte Tag ſeines Befehlhaberamtes un⸗ ſere bangen Ahnungen: denn unter dem Vorwande, die Verdecke ſeyen zu ſtark angefüllt, gab er den Befehl, die Hühnerkörbe des Doctors ſollten, nebſt allen Inſaſſen derſelben, über Bord gewor⸗ fen werden; zugleich aber verbot er ihm und mir, auf dem Ober⸗ lof uns blicken zu laſſen.

Herr Tomlins konnte nicht umhin, über dieſe Ungerechtigkeiten ſich zu beſchweren, und ließ in der Aufregung ſeines Innern einige haſtige Worte fallen. Dieſe benutzte Crampley und ließ ihn in ſeiner Cajüte einſperren.

Daſelbſt wurde der Doctor nach Verfluß weniger Tage aus Mangel an geſunder Luft von einem Fieber befallen, das ſeinem Leben bald ein Ende machte, nachdem er ein Teſtament abgefaßt hatte, vermöge deſſen er ſeine ganze liegende und fahrende Habe ſeiner Schweſter, mir aber ſeine Uhr und Inſtrumente als Zeichen

einer Freundſchaft hinterließ.