Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Nachdem wir uns ewige Freundſchaft geſchworen hatten, drang er mir eine Börſe mit vier Dublonen auf, die ich zurück wies, ſo lange als ich, ohne die Höflichkeit zu verletzen, konnte. Nach gegenſeitigen Umarmungen kehrte ich am Bord zurück, wo ich eine ſchmale Kiſte mit einem Brief an mich vorfand, die der Sorge des Herrn Tomlins übergeben war. Ich erkannte in der Ueber⸗ ſchrift die Hand Thompſon's, und öffnete die Kiſte mit einiger Ueberraſchung, worauf ich fand, daß dieſer großmüthige Freund, nicht zufrieden damit, mich mit der ſchon erwähnten Gabe zu be⸗ ſchenken, mir das Vergnügen bereitete, ein halb Dutzend feiner Hemden, eben ſo viel leinener Weſten und Nachtmützen nebſt zwölf Paaren neuer leinener Strümpfe zu überſenden. Auf dieſe Weiſe mit Geld und allen dringenden Lebensbedürfniſſen verſehen, begann ich mich als einen Herrn, von nicht geringer Wichtigkeit, zu betrachten, und fühlte meinen Stolz allmählich wachſen. Am an⸗ dern Tage ſegelten wir nach Port Royal, wo wir mit unſern Priſen glücklich anlangten. Da es nichts am Bord zu thun gab, ſo ging ich an das Ufer, und kaufte in einer öffentlichen Verſteige⸗ rung eine geſtickte Weſte nebſt einigen anderen Kleidern. In dieſem Anzuge ſtolzierte ich einige Tage lang in den Tavernen herum, wagte es, mich in einige kleine Hazardſpiele einzulaſſen, und trug fünfzig Piſtolen als Gewinn davon.

Unterdeſſen war unſer Capitän auf ein Schiff von zwanzig Kanonen befördert, und das Commando über die Eidechſe einem Sojährigen Manne übertragen worden. Dieſer war ſeit der Re⸗ gierung des Königs Wilhelm Lieutenant geweſen, und wäre, un⸗ geachtet ſeiner langen Dienſtzeit, als ſolcher abgeſtorben, wenn er nicht etliches Priſengeld, das er vor Kurzem erhalten hatte, zu dem Zwecke verwandt haben würde, das Intereſſe für ſich bei ſei⸗ nen Obern rege zu machen. Mein Freund Brayl erhielt eben⸗ falls um dieſelbe Zeit ſein Offizierspatent, nachdem er als Mid⸗ ſpipman und Maat fünfundzwanzig Jahre lang gedient hatte.