In dieſem Anzuge nahm Capitän Whiffle, denn dieß war ſein Name, Beſitz von dem Schiffe, umgeben von einem Haufen Bedienter, von denen alle in ihren verſchiedenen Abſtufungen ih⸗ res Herrn Temperament zu theilen ſchienen. Die Luft war mit Wohlgerüchen dermaßen geſchwängert, daß man die Behauptung wohl wagen darf, die Luft des glücklichen Arabiens hätte nicht halb ſo viel liebliche Düfte ausgeſtrömt.
Als mein College bemerkte, daß kein Doctor mit ihm an Bord gekommen ſey, ſo hielt er die Gelegenheit für zu günſtig, um ſie nicht zu benutzen, und entſchloß ſich in Erinnerung an das Sprüch⸗ wort:„Kein verzagt Herz freit eine ſchöne Frau“, ſogleich ſich dem neuen Capitän zu empfehlen, bevor ein anderer Wundarzt für das Schiff ernannt werden könnte. In dieſer Abſicht begab er ſich in die Cajüte in ſeinem gewöhnlichen Anzuge, der aus einem baum⸗ wollenen Hemde nebſt Pumphoſen, einer braunen leinenen Weſte und gleicher Nachtmütze beſtand. Keines von dieſen Kleidungs⸗ ſtücken war jedoch ſehr ſauber, und, zur Vollendung ſeines Un⸗ glücks, roch er ſtark nach Taback.
Als er nun ohne weitere Förmlichkeiten in dieſen heiligen Raum trat, fand er Capitän Whiffle ruhend auf einem Bette mit einer feinen Decke von indiſchem Kattun um ſeinen Leib gewickelt, und einer mouſſelinenen Mütze, die mit Spitzen beſetzt war, auf ſei⸗ nem Kopfe. Hierauf begann er nach unterſchiedlichen tiefen Bück⸗ lingen folgendermaßen:
„Herr Capitän! ich hoffe, Ihr werdet die Anmaßung eines Mannes, der nicht die Ehre hat, Euch bekannt zu ſeyn, aber doch ein geborner und erzogner Gentleman iſt, und überdieß in der Welt, Gott weiß es! Unglück gehabt hat, vergeben, entſchuldigen und verzeihen.“
ier wurde er von dem Letztern unterbrochen, der bei ſeinem Anblicke mit großer Verwunderung über die Neuheit des Anblicks zurückgefahren war, und, nachdem er ſich wieder geſammelt hatte,


