Teil eines Werkes 
2. Band, Roderich Random : Roman : 2. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Verſprechen abgenommen habe, das Schreiben nicht bälder abzu⸗ liefern. Der Schreiber nahm es mir aus der Hand, und las mit lauter Stimme ſeinen Inhalt vor, der ſo lautete:

Theurer Freund!

Die Leiden, welche ich Tag und Nacht erdulde, verbunden mit der harten Behandlung von Seiten des Doctor Mackſhane, der auf Euer und mein Verderben finnt, drücken mich dergeſtalt nieder, daß ich entſchloſſen bin, mich von diefem Jammerleben frei zu ma⸗ chen, und, bevor Ihr dieſe Zeilen erhaltet, nicht mehr äm Leben ſeyn werde. Ich hätte gewünſcht, in eurer guten Meinung zu ſterben, die ich ſo beſorge ich durch die letzte Handlung meines Lebens verwirken werde. Jevoch, könnt Ihr mich auch nicht freiſprechen, ſo hege ich die gewiſſe Ueberzeugung, Ihr werdet dem Andenken eines unglücklichen jungen Mannes, der Euch ſeine Zu⸗ neignng weihte, einige Rückſicht angedeihen laſſen. Ich lege es Euch dringend an's Herz, nehmet Euch vor Mackſhane in Acht! denn ſeine Rache iſt unverſöhnlich. Ich wünſche Euch, ſo wie Herrn Morgan, alles Glück, dem Ihr meinen letzten Gruß ſagen möchtet, und bitte Euch, ſtets meiner zu gedenken, als Eures un⸗ glücklichen Freundes und Landsmanns. S

Wilhelm Thompſon.

Kaum war dieſer Brief vorgeleſen, als Mackfhane in ver hef⸗ tigſten Wuth ihn dem Schreiber aus der Hand und in tauſend Stücke riß, mit der Erklärung, er fey ein ſchurkiſches Machwerk, das ich ſelbſt verfaßt und geſchmiedet hätte. Der Capitän und der Schreiber ſtimmten ihm bei, ungeachtet ich darauf beſtand, daß man die Stücke des Briefs mit andern Schriften Thompſon's ver⸗ gleiche, welche in ihrem Beſitze ſeyen. Hierauf befahl er mir, auf den letzten Anklagepunkt, nämlich wegen des unter meinen Papie⸗ ren gefundenen und in Ziffern geſchriebenen Buchs Rede zu ſte⸗ hen.Dieß iſt leicht gethan, ſagte ich.Was Euch beliebt,