128 W
nein, Goit verdamm' mich! ich will keine Entweihung. Fahrt nur fort mit Euren Fragen!
„Wohlan denn! wie viel Sakramente giebt es?“
Hierauf erwiederte ich„zwei.“
„Wie heißen ſie?“ ſagte er.
Ich erwiederte:„die Taufe und das heilige Abendmahl.“
„So würdet Ihr alſo die Firmung und Ehe ganz ausſchließen ſprach Hakum.„Ich hielt dieſen Burſchen für einen Erzrömling.“ Der Schreiber konnte, ungeachtet er eines Anwalts Zögling war, ſich nicht enthalten, über dieſen ſtarken Schnitzer zu erröthen, welchen er jedoch durch die Bemerkung zu bemänteln ſuchte, ich würde mich in ſolchen Fallſtricken nicht fangen laſſen, denn ich ſchiene ihm ein abgefeimter Gauner zu ſeyn. Er fuhr weiter mit der Frage fort, ob ich an die Transſubſtantiation glaube; jedoch ich verfuhr mit dem Glauben an eine wirkliche Gegenwart Chriſti im Abendmahl ſo rückſichtslos, daß ſein Gönner an meiner Gott⸗ loſigkeit Anſtoß nahm, und ihm befahl, auf das Complott über⸗ zugehen. Hierauf ſagte dieſer erbärmliche Zungendreſcher zu mir, man habe ſtarken Grund zu der Vermuthung, ich ſey ein Spion an Bord, und habe mit Thompſon und einigen Andern, deren Namen man nicht kenne, eine Verſchwörung gegen Capitän Dakum's Leben angezettelt; ein Anklagepunkt, deſſen Beweis ſie auf die Ausſage unſers Tiſchjungen ſtützten. Dieſer gab nämlich an, er habe den verſtorbenen Thompſon und mich leiſe mit einander reden hören, und deutlich folgende Worte unterſcheiden können:„Oakum, Schurke, Gift, Piſtole.“ Dieſe Ausdrücke ließen vermuthen, daß wir uns verbrecheriſcher Mittel, um deſſen Tod herbeizuführen, pätten bedienen wollen. Auch ſcheine Thompſon's Tod dieſe Ver⸗ muthung zu beſtätigen; denn dieſer habe entweder aus Gewiſſens⸗ biſſen darüber, daß er ſich in eine ſo abſcheuliche Verſchwörung verwickelt habe, oder aus Furcht vor einer Entdeckung, welche


