Teil eines Werkes 
2. Band, Roderich Random : Roman : 2. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Frende, in Betreff ihrer Beſorgniß, ich möchte tödtlich verwundet ſeyn, ſogleich eines Andern belehrte.

Nachdem ich mich von der Blutlache, worin ich ſchwamm, ge⸗ ſäubert, und eine Erfriſchung, welche meine Freunde mir brachten, genoſſen hatte, ſo unterhielten wir uns von den ausgeſtandenen Gefahren, und drückten uns ſehr frei über die Urheber unſeres Unglücks aus. Zedoch unſer Geſpräch wurde von der, mir beige⸗ gebenen, Wache vernommen, die nach ihrer Ablöſung dem Capitän jede Sylbe unſerer Unterhaltung berichtete; denn ſie hatte Ordre hiezu empfangen.

Der Erfolg dieſer Benachrichtigung that ſich bald kund durch die Ankunft des Sergeanten, welcher Morgan die Feſſeln wieder anlegte, und dem zweiten Gehülfen die Warnung ertheilte, ſeine Zunge beſſer zu hüten, wofern er nicht uns Geſellſchaft leiſten wolle. Thompſon, der vorausſah, daß der ganze Sklavendienſt, die Kranken und Verwundeten zu beſorgen, nebſt Mackſhane's Grau⸗ ſamkeit, jetzt auf ſeine Schultern zu liegen kommen werde, gerieth über dieſe Ausſicht in Verzweiflung, und ſtieß, ungeachtet ich frü⸗ her niemals Flüche aus ſeinem Munde gehört hatte, ſchreckliche Verwünſchungen gegen ſeine Unterdrücker aus, mit der Erklärung, lieber ganz dem Daſeyn entſagen, als noch länger unter dem Drucke ſolcher Barbaren leben zu wollen. Ueber dieſen lebhaften Ausdruck ſeines Unwillens war ich nicht wenig erſtaunt und beun⸗ ruhigt; ich ſuchte daher ſeine Klagen dadurch zu beſchwichtigen, daß ich ihm ſo grell als möglich das Gemälde meiner eigenen Lage unter die Augen hielt, wobei er beurtheilen möchte, ob das Ueber⸗ gewicht des Unglücks auf meine Seite ſich neige oder nicht; er möchte von mir Standhaftigkeit und Unterwerfung lernen, ſo lange, bis wir uns Genugthuung zu verſchaffen im Stande wären, eine Gelegenheit, welche nicht ausbleiben werde, wenn wir bedächten, daß wir wahrſcheinlich binnen weniger als drei Tagen in einen