Teil eines Werkes 
2. Band, Roderich Random : Roman : 2. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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kurz Nichts. Die Höhle des Cacus, oder das sanctum sanctorum

hätte mich nicht vor Euch geſchirmt. Doch kommt, der Herr, von dem ich ſprach, befindet ſich im Hauſe; ich will ihn Euch ſogleich vorſtellen.

Als ich das Zimmer betrat, bemerkte ich vier oder fünf Rau⸗ cher, davon einen der Schulmeiſter folgendermaßen anredete:

Herr Lavement! hier ſteht der junge Mann, von dem ich mit Euch ſprach. Der Apotheker, welcher ein kleiner, alter, ausgemergelter * Mann war, mit einer ungefähr einen Zoll hohen Stirne, einer am Ende umgeſtülpten Naſe, breiten Backenknochen, welche eine Höhlung für ſeine kleinen grünen Augen bilden halfen, einem gro⸗ ßen Sack lockerer Haut, welche an jeder Seite in Runzeln, gleich den Backentaſchen eines Pavians, herabhing, und einem Munde, der an jene Zuſammenziehung, die das Grinſen erzeugt, ſo ſehr gewöhnt war, daß er keine Sylbe auszuſprechen vermochte, ohne 7 die Reſte ſeiner Zähne zu weiſen, welche aus vier gelben Hauern, von den Anatomen nicht mit Unrecht Hundszähne genannt, be⸗ ſtanden; dieſe Perſon ſage ich ſprach, nachdem ſie mich eine Zeit lang angeſehen hatte:

Oho! iſt ſerr gut, Monſieur Concordance! Junger Mann! Ihr ſeid ſerr willkommen: trinkt ein Glas Birr, und kommt mor⸗ gen früh in meine Wohnung! Monſieur Concordance wird Euch den Weg zeigen.

Hierauf machte ich eine Verbeugung, und konnte, als ich das Zimmer verließ, ihn noch ſagen hören: Ma foi! c'est un bon gar-

Lon, c'est un gaillard!

Da ich durch eigenen Fleiß, ſo lange ich bei Crab diente, die franzöſiſche Sprache ziemlich gut gelernt hatte, um die Schriftſtel⸗ 4 ler dieſer Sprache zu verſtehen, und den Sinn eines jeden Worts, das in der Unterhaltung vorkam, zu begreifen, ſo beſchloß ich, meinem neuen Herrn gegenüber, mich unwiſſend zu ſtellen, damit