Pennyweck, woran wir es uns ſchmecken ließen. Hierauf theilte er ſein Geld mit mir, das ſich auf achtzehn Pence belief, und ver⸗ ließ mich, in der Abſicht, von ſeinem Freunde, dem Schulmeiſter, eine alte Perrücke und einen alten Hut zu borgen.
Kaum war er fort, ſo fing ich an, mit großer Unbehaglich⸗ keit Betrachtungen über meine Lage anzuſtellen, und ging alle Pläne durch, welche meine Phantaſie erſinnen konnte, um einen davon vorzugsweiſe zum Behufe meines künftigen Fortkommens zu verfolgen; denn man kann ſich leicht die Schmerzen vorſtellen, welche ich empfand, wenn ich die elende Abhängigkeit, in welcher ich auf Koſten eines armen Barbiersjungen lebte, bedachte. Mein Stolz empörte ſich, und da mir die Hoffnung eines Fortkommens bei der Admiralität abgeſchnitten war, ſo kam ich auf den Ent⸗ ſchluß, mich nächſter Tage bei der Fußgarde einreihen zu laſſen, komme, was da wolle! Dieſer ausſchweifende Plan verſchaffte mir, weil er meiner Gemüthsbeſchaffenheit entſprechend war, große Be⸗ ruhigung, und ich beſchoß ſchon den Feind an der Spitze meines eigenen Regiments, als Straps Rückkehr meine Träumereien un⸗ terbrach. Der Schulmeiſter hatte ihm mit der Perrücke, welche er trug, als ich bei ihm eingeführt wurde, zugleich nebſt einem abgetragenen Hute, deſſen Ränder einen Coloß beſchattet haben würden, ein Geſchenk gemacht. Obwohl Strap ſich der Gefahr ausgeſetzt hatte, dieſe Kleidungsſtücke Abends zu tragen, ſo wollte er doch bei Tage den Pöbel nicht damit beläſtigen; er ging dar⸗ um ſogleich ans Werk, und verkleinerte Beide zu einer mäßigen Größe.
Während er an dieſer Arbeit war, redete er mich folgender⸗ maßen an:„Gewiß iſt's, Herr Random! Ihr ſeid als Gentleman geboren und verſtehet viel, ſehet auch aus, wie ein Gentleman; denn was das Aeußere anbelangt, ſo könnt Ihr Euch mit dem Be⸗ ſten meſſen. Andrerſeits bin ich ein armer, aber ehrlicher Schuh⸗ flickers⸗Sohn— meine Mutter war ein ſo fleißiges Weib, als je


