Teil eines Werkes 
1. Band, Roderich Random : Roman : 1. Band (1839) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Laßt mich ſehen! jedes von dieſen Hemden iſt nach einer mäßigen Berechnung ſechszehn Schilling werth: nun angenommen, wir ver⸗ pfänden ſie für die Hälfte des Preiſes achtmal acht gibt vier und ſechzig, das ſind drei Pfund, vier der Geier! das wird's thun gebt mir Eure Hand!

Sachte, ſachte, Herr Jackſon, ſagte ich,verfügt über mein leinenes Zeug nicht ohne meine Erlaubniß! bezahlt zuerſt die mir ſchuldige Krone, und dann wollen wir von andern Sachen reden! Er betheuerte, er habe nicht einen Schilling in der Ta⸗ ſche, aber er würde mich vor allen Andern von dem Gelderlös aus den Hemden befriedigen.

Dieſe freche Zuverſicht ärgerte mich dergeſtalt, daß ich ſchwor, mich nicht von ihm zu trennen, bis ich das ihm geliehene Geld von ihm zurückerhalten habe, und was die Hemden betreffe, ſo würde ich keines derſelben verpfänden, und ſollte ich ihn von dem Galgen dadurch retten können. Bei dieſen Worten lachte er laut auf, und beklagte ſich dann, es ſei doch verdammt hartherzig von mir, ihm eine Kleinigkeit abzuſchlagen, welche unfehlbar nicht nur ſein Glück, ſondern auch das meinige ſichern würde.

Ihr ſprecht davon, meine Hemden zu verpfänden, ſagte ich,könntet Ihr nicht eben ſo gut dieſen Hirſchfänger da ver⸗ kaufen, Herr Jackſon? Ich vermuthe, er würde eine gute runde Summe eintragen.

Nein, laßt das! ſagte er,ich kann mit Anſtand nicht ohne meinen Hirſchfänger erſcheinen; ſonſt würde es allerdings gehen. Da er mich jedoch in Betreff meines leinenen Zeugs unbeugſam fand, ſo neſtelte er endlich ſeinen Hirſchfänger los, und bat mich, mir das Zeichen der drei blauen Kugeln weiſend, ihn dorthin zu bringen, und für zwei Guineen zu verpfänden. Dieſen Dienſt würde ich ihm auf keinen Fall erwieſen haben, wenn ich eine Wahrſcheinlichkeit geſehen haben würde, mein Geld auf andere Weiſe zu erhalten. Da ich jedoch nicht Willens war, aus falſchem

Smollet's Romane. I. 9