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mich der liebe Engel allzulang feſſelte; doch wird in der näch⸗ ſten Woche zu Chatham, wohin die Schiffsbücher geſandt werden, wieder eine Auszahlung ſtattfinden, und ich habe an dieſem Platze einen Freund beauftragt, das Geld in Empfang zu nehmen.“—
„Wenn dieß Alles iſt,“ ſprach ich,„ſo hat es nichts zu be- deuten, wenn Ihr Eure Heirath um einige Tage noch aufſchiebt.“
„Ja, wahr!“ ſagte er,„aber ſeht einmal! Ihr wißt nicht, wie viele Nebenbuhler ich habe, welche alle aus dieſem Umſtande gegen mich Nutzen ziehen würden. Ich darf um alle Welt nicht der Ungeduld ihrer Leidenſchaft Etwas in den Weg legen; der ge⸗ ringſte Anſchein von Kälte oder Gleichgültigkeit würde Alles ver⸗ derben, und ſolche Anerbietungen werden einem nicht alle Tage gemacht.“
Ich gab mich bei dieſer Bemerkung zufrieden, und ſrug ihn, wie er die Sache fortzuſetzen gebenke. Bei dieſer Frage rieb er ſich das Kinn und ſagte:
„Wie! in der That, ich muß mich an den Einen oder Andern meiner Freunde wenden. Kennt Ihr Niemand, der mir eine kleine Geldſumme auf einen oder zwei Tage vorſtrecken würde?“ 3ch verſicherte ihn, ich ſei in London ſo fremd, daß ich nicht glaube, eine Guinee entlehnen zu können, wenn auch mein Leben davon abhinge.
„Nicht!“ ſagte er,„das iſt hart— das iſt hart. Ich wünſchte, ich könnte Etwas verpfänden, bei meiner Seele! da habt Ihr treff⸗ liche Leinwand, vergleich ich's mit meinem Hemdärmel: wie viele ſpolche Hemden habt Ihr bekommen?“
Ich erwiederte:„ſechs gefältete und ſechs glatte.“ Worauf er großes Erſtaunen bezeigte und ſchwor„kein Gentleman ſollte mehr, als viere, haben.
„Wie viele glaubt ihr, daß ich bekommen habe?“ fuhr er fort;„doch laſſen wir das! Ich darf ſagen, daß wir aus Enrem Ueberfluſſe eine hübſche Summe ziehen können. Laßt mich ſehen!


