120 ich und mein neuer Bekannter, mit der Verabredung, am folgenden Tage auf dem gleichen Platze uns zu treffen, um in die Stadt zu gehen. Ich begab mich ſogleich zu Strap und erzählte ihm Alles, was mir begegnet war, doch er billigte es nicht, daß ich ſo bereit⸗ willig geweſen ſei, einem Fremden Geld zu leihen, namentlich da wir ſchon ſo oft durch den Schein getäuſcht worden ſeien. „Indeſſen,“ fagte er,„wenn Ihr überzeugt ſeid, daß er ein Schotte iſt, ſo glaube ich, daß er Euch nicht hintergangen hat.“
Sechzehntes Kapitel.
Mein neuer Bekannter wird ſeinem Verſprechen, zu kommen, untreu; ich gehe ſelbſt auf die Admiralitaͤt; wende mich dafelbſt an eine Perſon, welche mit ihrem Rathe mir beiſteht; ſchreibe an das Kollegium; ſie gewaͤhren mir einen Prufungsſchein an die Wundaͤrzte in der Halle, man theilt mir des Stutzers Namen und Gharakter mit; ich finde ihn; er macht mich in einer Liebſchaft zu ſeinem Vertrauten; und wuͤnſcht, ich möchte mein Leinwandzeug zum Beſten ſeiner Gelegenheitsmachereien verpfaͤnden; ich erhalte zuräck, was ich ihm geliehen; einige intereſſante Bemerkungen uͤber Strap bei dieſer Gelegenheit; ſeine Eitelkeit.
Am Morgen erhob ich mich, und ging auf die Stelle der Zu⸗ ſammenkunft, wo ich zwei Stunden vergebens anf ihn wartete, weshalb ich ſo erbittert gegen ihn wurde, daß ich, in der Hoffnung, den Schurken ausfindig zu machen, und mich wegen ſeines Treu⸗ bruchs an ihm zu rächen, ſelbſt in die City mich begab. Endlich fand ich das Admiralitätsgebäude, wo ich hineinging, und§ ufeg
junger Leute unten hereingehen ſah, von denen viele kein beſſeres
Ausſehen hatten, als ich ſelbſt. Ich ſtudirte eines Jeden Miene, und machte mich endlich zu einem hin, deſſen Geſicht mir gefiel, und welchen ich frug, ob er mir in der Form des„zum Zwecke der Erlaubniß zu einer Prüfung an das Collegium zu ſendenden,
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