Teil eines Werkes 
1. Band, Roderich Random : Roman : 1. Band (1839) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Fünftes Kapitel.

Der Schulmeiſter mißhandelt mich barbariſchz ich entwerfe einen Racheplan, wobei ich von meinem Oheime unterſtuͤtzt werde, verlaſſe das Dorf, und werde durch ſeine Großmuth fuͤr eine Univerſitaͤt beſtimmt.

Auf unſerem Rückweg in das Dorf ſprach mein Oheim eine Stunde lang kein Wort, ſondern pfiff mit großer Heftigkeit die Weiſe:Was hadern wir um Reichthum doch? ꝛc. indem er ſein Geſicht an Einem fort in die grimmigſten Falten verzog. Zuletzt wurde ſein Gang ſo ſchnell, daß ich eine beträchtliche Strecke Wegs zurückblieb: dann wartete er auf mich, und, als ich faſt gleichen Schritts mit ihm war, rief er in ärgerlichem Tone aus? gieb mir Deine Hand, verdammt ſey ich! ſoll ich jede Minute Deinetwegen verlieren, Du fauler Hund? Hierauf faßte er mich am Arme, und zog mich nach ſich, bis ſeine Gutmüthigkeit (die bei ihm ſtark vorherrſchend war) und Vernunft die Oberhand über ſeine Leivenſchaft gewannen, und er ſprach:Komm, mein Junge! ſollſt nicht weggeworfen ſeyn; der alte Schurke iſt in der Hölle, das tröſtet einigermaßen; Du ſollſt zur See mit mir gehen, mein Burſche! Ein leichtes Herz und ein dünnes Paar Hoſen kommen durch die Welt, tapfere Burſche! heißt's im Sprüchwort wohlan! Obwohl dieſer Vorſchlag nicht ganz mit meiner Neigung übereinſtimmte, ſo ſcheute ich mich doch, meinen Wider⸗ willen dagegen offen auszuſprechen, damit ich nicht den einzigen Freund, welchen ich auf der Welt hatte, mir dadurch entzöge; denn er war ſolch ein eingefleiſchter Seemann, daß es ihm nicht im Traume einfiel, ich könnte gegen ſeine Abſicht mit mir eine Ein⸗ wendung machen. Darum nahm er ſich auch nicht die Mühe, mich um meine Zuſtimmung zu befragen. Doch ließ er dieſen Plan bald fallen, auf den Rath unſeres Unterlehrers, welcher ihn verſicherte, es würde tauſend Schade ſeyn, wenn man meinen Geiſt vernach⸗ läſſigte, da derſelbe, vorausgeſetzt, daß er gehörig ausgebildet