ſie ohnmächtig. Die Uebrigen, welche vielleicht keine ſo ſanguini⸗ ſchen Hoffnungen hegten, ertrugen ihre Enttäuſchung ſtandhafter, obwohl nicht ohne deutliche Beweiſe von Unwillen zu geben, und wenigſtens eben ſo ſtarken Kummer zu äußern, als der war, den ſie bei des alten Herrn Tode zeigten. Mein Begleiter fing, nach⸗ dem er eine Zeit lang mit ſeinem Abſatz gegen die Wandbekleidung geſtoßen hatte, zu ſprechen an:„ſo, kein Legat, Freund, he! hat der Teufel ſein Spiel?— doch, Jemandes Seele heult da⸗ für, Gott verdamm mich!“ Der Pfarrer des Kirchſpiels, welcher einer der Teſtamentsvollſtrecker war, und dem alten Manne als Beichtvater beigeſtanden hatte, hörte nicht ſobald dieſen Ausruf, als er laut ſchrie:„fort mit Dir, unchriſtlicher Verläumder! fort mit Dir! willſt Du die Seele Seiner Edlen nicht im Frieden ruhen laſſen?“ Doch dieſer eifrige Prediger ſah ſich nicht mebr ſo warm, wie früher, von den jungen Damen unterſtützt, die ſich jetzt an meinen Oheim gegen ihn anſchloſſen, und ihn beſchuldig⸗ ten, er habe bei ihrem Großpapa die Rolle eines geſchäftigen Ohrenbläſers geſpielt, und ihn gewiß durch falſche Berichte zu ihrem Nachtheile getäuſcht, ſonſt würde er ſie nicht auf ſo unnatür⸗ liche Weiſe behandelt haben. Den jungen Saquire ergötzte dieſe Scene ſehr, und er flüſterte meinem Oheime zu, wenn derſelbe nicht ſeine Hunde getödtet hätte, ſo würde er ihm einen herrlichen Spaß gezeigt haben, durch die Jagd eines ſchwarzen Dachſes, ſo nannte er den Geiſtlichen. Der rauhe Lieutenant, der nicht in der Laune war, an dieſem Spaß Gefallen zu finden, erwiederte: „Ihr und Eure Hunde mögen verdammt ſeyn! Ich hoffe, Euch mit Eurem alten Papa im Schlund der Hölle zu finden. Komm, Rory,— zu Schiffe, mein Junge! wir müſſen, glaube ich, einen andern Kurs nehmen.“— Und fort gingen wir.
Teil eines Werkes
1. Band, Roderich Random : Roman : 1. Band (1839) The adventures of Roderick Random
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