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Drittes Kapitel. Meiner Mutter Bruder kommt an; er unterſtutzt mich; ſeine Beſchreibung; er geht mit mir in meines Großvaters Haus; wird von den Hunden angegriffen; beſiegt ſie nach einem blutigen Gefechte; erhaͤlt Zutritt bei dem alten Herrnz eine Unterredung zwiſchen beiden.
Um dieſe Zeit langte meiner Mutter einziger Bruder, der als Lieutenant auf einem Kriegsſchiffe ſeit lange im Dienſte ſtand, in ſeiner Heimath an. Als er dort von meiner Lage unterrichtet worden, beſuchte er mich, und verſah mich aus ſeinen geringen Finanzen nicht nur mit Allem, was ich für den Augenblick be⸗ durfte, ſondern entſchloß ſich auch, das Land nicht eher zu ver⸗ laſſen, bis er meinen Großvater dahin gebracht habe, mir etwas Anſehnliches für die Zukunft auszuſetzen. Dieſer Aufgabe war er wegen ſeiner Unkenntniß von dem Chgrakter des Richters und des menſchlichen Lebens überhaupt, dem er wegen ſeiner Erziehung zur See völlig ſich entfremdet hatte, gar nicht gewachſen. Er war ein ſtark gebauter Mann, etwas ſäbelbeinig, mit einem Halſe ähnlich dem eines Stiers, und einem Antlitze, das, wie ſich leicht denken läßt, den hartnäckigſten Angriffen der Witterung Widerſtand geleiſtet hatte. Seine Kleidung beſtand aus einem vom Schiffs⸗Schneider für ihn zugerichteten Soldatenrock, einer geſtreiften Flanelljacke, einem Paare rother mit Pech gewichster Beinkleider, reinlichen grauwollenen Strümpfen, breiten Silber⸗ ſchnallen, welche drei Viertel ſeiner Schuhe bedeckten, einem Hute mit ſilbernen Treſſen, deſſen oberer Theil die Ränder um andert⸗ halb Zoll überragte, einer ſchwarzen Lockenſtutzperücke, einem baumwollenen Hemd, einem ſeidenen Sacktuch, einem Hirſchfänger mit kupfernem Griff, der mit einem abgebleichten Treſſenband um ſeine Lenden gegürtet war, und aus einem derben Eichenſtock unter ſeinem Arm. So ausgerüſtet, machte er ſich mit mir(der


