Teil eines Werkes 
1. Band, Roderich Random : Roman : 1. Band (1839) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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bis dahin meinen Gehorſam erzwungen hatte; und je mehr ich an Jahren und Kenntniſſen zunahm, deſto mehr ſah ich die Ungerech⸗ tigkeit und Härte ſeines Benehmens gegen mich ein. Unterſtützt von einem nicht gemeinen Geiſte und auf den Rath und mit An⸗ leitung unſers Unterlehrers, der meinen Vater auf ſeinen Reiſen als Diener begleitet hatte, machte ich erſtaunliche Fortſchritte in den Claſſikern, im Schreiben und in der Arithmetik, ſo daß man mich, ehe ich das zwölfte Jahr erreicht hatte, allgemein für den beſten Schüler hielt. Dieſe Eigenſchaft, verbunden mit einem kühnen Temperamente und phyſiſcher Stärke, welche faſt alle meine Kameraden unter meine Macht brachte, verliehen mir einen ſolchen Einfluß auf ſie, daß ich anfing, Kabalen gegen meinen Verfol⸗ ger anzuſpinnen, und hoffte, binnen kurzer Zeit ihm offene Fehde erklären zu können. Das Haupt einer Partei von dreißig Knaben, die meiſtens in gleichem Alter mit mir waren, faßte ich den Entſchluß, ihren Muth auf die Probe zu ſtellen, um zu erfahren, wie weit ich auf ſie zählen dürfe, ehe ich meinen großen Plan in Ausführung brachte. In dieſer Abſicht griffen wir einen Haufen trotziger Lehrburſchen an, die ſich in den Beſitz von einem Theile des Bodens geſetzt hatten, welcher uns für die Scene unſerer Unterhaltungen gegeben worden war, und die damals auf dem Platze Kegel ſchoben; allein ich hatte den Verdruß, in einem Augenblicke meine Anhänger in die Flucht ge⸗ ſchlagen zu ſehen, wobei einem von ihnen durch die von einem unſerer Gegner nachgeworfene Kugel auf ſeiner Flucht ein Bein gebrochen wurde. Dieſe Niederlage ſchreckte uns nicht davon ab, ſie ſpäter in häufige Scharmützel zu verwickeln, die wir mit Stei⸗ nen lieferten, und worin ich viele Wunden erhielt, deren Narben noch jetzt ſichtbar ſind. Unſere Feinde wurden durch dieſe Beun⸗

ruhigungen ſo ermüdet und geſtört, daß ſie zuletzt ihre Eroberung

aufgaben, und uns dem ruhigen Beſitze unſeres Eigenthums über⸗ ließen. Es würde kein Ende nehmen, wollte ich die Thaten auf⸗