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gung, daß, lebte ich auch ſo lange wie Methuſalah, der Eindruck hievon ſich eben ſo wenig bei mir verwiſchen würde, als ich den Haß und Widerwillen gegen den unbarmherzigen Tyrannen, der die Strafe diktirte, von dieſer Zeit an vergeſſen könnte. Die Verachtung, welche mein Ausſehen natürlich in Allen, die mich ſahen, erzeugte, der fortwährende Mangel, dem ich ausgeſetzt war, und meine eigene ſtolze Gemüthsart, die Beleidigungen nicht ertrug, verwickelten mich in unzählige gefährliche Abentener, welche in die Länge mich gegen das Unglück abſtumpften und zu Unternehmungen, die weit über meine Jahre gingen, anfeuerten. Wegen nie be⸗ gangener Verbrechen wurde ich oft unmenſchlich gezüchtigt, weil, da ich in dem Dorfe den Charakter eines Vagabunden hatte, jedes Unheil, deſſen Anſtifter unbekannt war, mir zur Laſt gelegt wurde. Man maß mir die Schuld bei, Obſtgärten, in die ich nie einen Fuß ſetzte, auszuplündern, Katzen, denen ich nie ein Leides that, zu tödten, Pfefferkuchen, die ich nie berührte, zu ſtehlen, und alte Weiber, die ich nie ſah, zu verhöhnen. Ja! es gelang einmal der Maulfertigkeit eines ſtammelnden Zimmermanns, meinen Lehrer zu überzeugen, daß ich ein mit kleinem Schrot ge⸗ ladenes Gewehr in ſein Fenſter abgeſchoſſen habe, obwohl meine Hausfrau und die geſammte Familie Zeugniß ablegten, ich ſei zu der Zeit, wo dieſe That verübt worden, feſt ſchlafend in meinem Bette geweſen. Einmal wurde ich gepeitſcht, weil ich kaum der Gefahr des Ertrinkens durch ein Fahrboot, in welchem ich Paſſa⸗ gier war, entgangen, ein anderes Mal, weil ich von einer Wunde, die ein Pferd und ein über mich hinrollender Wagen mir verurſacht hatten, wieder geneſen war; ein drittes Mal, weil ich von einem Bäckershund gebiſſen wurde; kurz, mochte ich ſchuldig oder unglücklich ſein, ſo blieben Beſtrafung und Mitgefühl bei dieſem hartherzigen Pädagogen immer gleichbedeutende Dinge. Weit entfernt, durch ſolche hölliſche Behändlung unterwürſig zu werden, ſiegte mein Unwille über jene ſclaviſche Furcht, welche


