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unter ſich theilen zu können, an dem Schickſale meines Vaters großen Antheil hätten, und dieſe Vermuthung erhielt dadurch großes Gewicht, daß ſie in all ſeinem Unglücke nie die geringſte Theilnahme und den leiſeſten Wunſch, ihn zu unterſtützen, äußerten; ſondern im Gegentheile durch alle in ihrer Macht ſtehenden Mittel ſeines Vaters Rachgefühl nährten, und ſeinen Entſchluß, ihn dem Elend und der Armuth zu überlaſſen, noch unterſtützten⸗ Allein einſichtsvollere Leute ſahen dies für eine grundloſe Verläumdung an, weil, wenn meine Verwandten bei der Begehung eines ſolchen abſcheulichen Verbrechens ihr Intereſſe zu Rathe gezogen haben würden, das Schickſal meines Vaters ſich auch auf mich, deſſen Leben ihren goldenen Hoffnungen ein zweites Hinderniß in den Weg legte, erſtreckt haben würde. Mittlerweile wurde ich größer, und da ich viele Aehnlichkeit mit meinem Vater hatte, welcher der Liebling der Pächter war, ſo gaben ſie mir Alles, was ihre dürftigen Umſtände irgend zuließen; allein ihre Gunſt ſchirmte mich nur ſchwach gegen die eiferſüchtige Feindſchaft meiner Vetter; die, je mehr ich zu verſprechen ſchien, einen deſto unverſöhnlicheren Groll gegen mich faßten; und, che ich ſechs Jahre alt war, den Zutritt zu meinem Großvater mir ſo ſtreng verſperrt hatten, daß ich ihn nur verſtohlen ſah, wenn ich mich zuweilen an ſeine Sänfte hin machte, wo er ſaß, um ſeine Arbeiter im Felde zu beſuchen. Bei ſolchen Gelegenheiten pflegte er mir den Kopf zu ſtreicheln, mich ein gutes Kind zu nennen, und zu verſprechen, für mich Sorge tragen zu wollen.
Bald darauf wurde ich in ein naheliegendes Dorf, das ſeit langer Zeit ſein Eigenthum geweſen war, zur Schule gebracht; allein, da er für meine Penſion niemals Etwas bezahlte, und mich an Kleidern, Büchern und andern dringenden Bedürfniſſen Nöth leiden ließ, ſo war mein Auftritt daſelbſt bettelhaft und kläglich genug, und der Schulmeiſter, welcher aus Furcht vor meinem Großvater mich gratis unterrichtete, gab ſich wegen der


