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ihr beigeſtanden, auf die Gefahr hin, in die Ungnade meines Großvaters zu fallen, ſo wären ſie und ihre unſchuldige Leibesfrucht die beklagenswerthen Opfer ſeiner Härte und Unmenſchlichkeit geworden. Durch die Freundſchaft dieſes armen Weibes wurde ſie in eine Dachkammer geführt, und unmittelbar darauf von einem Knaben entbunden, deſſen unglückliche Geburt er jetzt ſelbſt erzählt. Mein Vater war unterdeſſen von dieſen Ereigniſſen unterrichtet worden, und flog in die Arme ſeiner geliebten Gattin, konnte aber, während er ſeinen Sohn mit väterlichen Zärtlichkeiten überſchüttete, eine Fluth von Thränen nicht zurückhalten, als er die theure Ge⸗ bieterin ſeines Herzens(für deren Bequemlichkeit er die Schätze des Oſtens zum Opfer gebracht haben würde) auf einem wollenen Bette ausgeſtreckt in einer erbärmlichen Stube und unfähig ſah, ſich vor dem Ungemach der Witterung zu ſchirmen. Es darf nicht angenommen werden, daß der alte Herr von dem Vorfalle Nichts wußte, obwohl er ſich anſtellte, als ſei ihm die Sache unbekannt, und großes Erſtaunen heuchelte, als eines ſeiner Großkinder von ſeines verſtorbenen älteſten Sohnes Seite, welches als ſein wahr⸗ ſcheinlicher Erbe mit ihm lebte, ihm den Vorfall mittheilte; er beſchloß darum, nicht auf halbem Weg ſtehen zu bleiben, ſondern ſogleich, am dritten Tage nach ihrer Enkbindung, ſchickte er ihr den unabänderlichen Befehl zu, ſein Haus zu räumen, und jagte die Magd, welche meiner Mutter Leben gerettet hatte, aus ſeinen Dienſten. Dies Benehmen erbitterte meinen Vater ſo, daß er zu den ſchrecklichſten Verwünſchungen ſeine Zuflucht nahm; und auf ſeinen Knieen ſeine künftige Seligkeit zum Pfand einſetzte, und den Himmel beſchwor, ihn zu verſtoßen, wenn er je die barbariſche Härte ſeines Vaters vergeſſen wolle.
Die Leiden, welche dieſe unglückliche Mutter durch ihre Ent⸗ fernung unter ſolchen Umſtänden erfuhr, und der Mangel an den nöthigen Nahrungsmitteln, da, wo ſie wohnte, verbunden mit ihrem Kummer und ihrer Herzensangſt, zogen ihr bald eine Ab⸗


