V. Im Freyheitskriege 1814.
Wohl fährt der Sturm mit wildem Graus Durch unſer reines Gotteshaus, Und ſchnöd entweih'n den Hochaltar Tyrannenmacht, und Sklavenſchaar.
Doch deckt die Kuppel auch der Flor— Noch prangt die Säule ragend vor, Beugt mancher ſich dem Götzenbild,
Uns hat der wahre Gott erfüllt.
Er hauchte Kraft in unſer Herz, Die bändigt auch den Todesſchmerz: Er gab uns ſeinen ſtarken Sinn, Der treibt zum großen Ziel uns hin.
Das Ziel entſchwand dem Auge nicht/ Umſonſt frohlockt der Böſewicht, Des teutſchen Arm iſt nicht erſchlaft, Wohl fühlt einſt Mancher ſeine Kraft.
Wenn auch der Sturm die Eiche brach,
Ein junger Stamm blüht herrlich nach,
Er blüht heran dem Vaterland, Das er im Joche weinend fand. II. Band. 1⁵


