Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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O weine nicht mein teutſches Land! Die Waffe bleibt nicht an der Wand; Wir ſchleifen nur den blanken Stahl, Und harren dem erſehnten Strahl,

Ihr Drohen hat uns nicht erſchreckt, Hat nur die höh're Kraft geweckt; Die Eiche braust wie Geiſter weh'n, Die Siegfrieds werden auferſteh'n,

Sie ſtehen auf, die Drachen flieh'n, Die Truggeſpenſter bleichen hin, Es klirrt das Schwert, die Lanze ſaust Das BVanner fliegt, der Nord erbraust.

Die Feuerſäulen lodern auf, Es naht der Feind drauf! Brüder, drauf! Der Oſtertag iſt heiß erwacht Aus blutigheller Mitternacht.

Es zieht der Hermann uns voran Es bricht uns Arnold eine Bahn Und Heinrich, Otto, Siking, Tell Sie glänzen uns als Sterne hell.

Seht Ihr ihr Lächeln furchtbar mild? Seht ihr der Freyheit ſtolzes Bild? Sie donnert laut und ruft uns: durch! Der Herr iſt eine feſte Burg!

E. Münch.