152 Tarantas. Vom Grafen Sollogub.
über Etwas hinſtürzte, erwachte er plötzlich von der heftigen Erſchütterung.
— O weh!... Was giebt's?. Was geht vor?...
— Zu Hülfe, Brüderchen, ich ſterbe!— ſchrie Wa⸗ ßilij Jwanowitſch und ächzte kläglich.— Wer hätte das denken können!... Der Tarantas hat umgeworfen!...
Und in der That, der Tarantas lag tief unten im Graben, die Räder aber hoch oben. Unter dem Ta⸗ rantas lag Jwan Waßiljewitſch, von dem unerwarteten Fall wie betäubt. Unter Jwan Waßiljewitſch lag Wa⸗ ßilij Jwanowitſch, an allen Gliedern zitternd.
Das Heft der„Reiſeeindrücke“ blieb für alle Ewigkeit auf dem Boden des ſchlammigen Abgrundes verſenkt. Senka hing mit dem Kopfe über der Tiefe, mit den Füßen am Kutſchbock feſtgeklammert.
Der Fuhrmann allein war ſo glücklich geweſen, ſich aus den Strängen herauszuwickeln, und bereits ſtand er ziemlich gleichgültig neben dem umgeworfenen Tarantas. —— Anfangs ſah er ſich rund um, ob nicht irgendwo Hülfe zu finden ſei, dann aber ſprach er ganz kaltblütig zu dem ſtöhnenden und ächzenden Waßilij Jwanowitſch: — Hat Nichts zu bedeuten, Ew. Gnaden!
Ende des zweiten Theils.
——


