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Vom Grafen Sollogub. 25
Die Mutter Waßilij Jwanowitſchs, Arina Aniki⸗ mowna, hielt ſich ebenfalls ihre Närrin, doch mehr anſtandshalber und, wie man zu ſagen pflegt, zum Staat. Sie war eine ernſthafte und geizige Frau, die ſich nicht gern mit Narrenspoſſen abgab, dafür ſah ſie aber ſelbſt nach der Arbeit, ſie wußte ſehr wohl, wer von den Leuten Prügel und wer Brantwein be⸗ kommen mußte, ſie war in Perſon beim Dreſchen zu⸗ gegen; revidirte die Maſt, beaufſichtigte die Spinnerei, ließ den Männern in ihrer Gegenwart die väterliche Ruthenſtrafe auf die entblößte Kehrſeite appliziren und zauſte die Weiber eigenhändig am Schopfe. Von ſelbſt verſteht ſich's, daß ſie nach nobelm ruſſiſchen Brauch um ſich einen zahlloſen Haufen verſchiedenartigen Hof⸗ geſindes gebildet hatte, Schmarotzervolk, Ohrenbläſerin⸗ nen, Klatſchgevatterinnen, Kindermuhmen und weibliche Dienerſchaft, die ſammt und ſonders dem lieben Söhn⸗ chen die Händchen küßten, ihm heimlich Honig und aller⸗ hand Leckerbiſſen zuſteckten, kurz, in der Hoffnung künf⸗ tiger Gnadenbezeugungen von ſeiner Seite, ihn auf alle nur mögliche Weiſe traktirten.
Auch ohne dies war Waßilij IJwanowitſch ein ver— weichlichtes Mutterſöhnchen, ſelten gewaſchen und nie gekämmt, gefräßig, eigenwillig, das ſich ohne Aufſicht
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