Teil eines Werkes 
3. Band, Tarantas : 1. Theil (1847) Tarantas: putevye vpečatlenija
Entstehung
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Vom Grafen Sollogub. 157

Haben Sie viele Dienerſchaft im Hauſe? un⸗ terbrach ihn haſtig Jwan Waßiljewitſch.

s iſt wahr, Brüderchen, ich muß meine Schuld eingeſtehen, das verwünſchte Volk hat im Hauſe über⸗ hand genommen. Zur Bedienung braucht man ſie, und dann muß auch Awdotja Petrowna ihre Anzahl haben, um ſich die Zeit zu vertreiben. Wir weben die Lein⸗ wand im Hauſe, ſchöne Teppiche,'s iſt wahr, wir können uns was darauf zu Gute thun. Habe neulich dem Isprawnik'nen wunderſchönen von eigner Arbeit geſchenkt. Und Awdotja Petrowna hat ihre Freude daran, wenn man die Arbeit lobt!

Und Fabriken giebt's bei Ihnen nicht? fragte IJwan Waßiljewitſch.

Gott ſei Dank, nein! Behüte uns der Himmel vor allen Fabriken bei unſrer Landwirthſchaft.'s iſt jetzt unter unſern Gutsbeſitzern Mode geworden, Fabri⸗ ken bei ſich zu bauen. Die erſte Berechnung ſcheint ganz gut zu ſein. Der eigne Muſchik muß das Holz hauen und zurichten, dann muß er bauen, dann in der Fabrik arbeiten, Holz zuführen, die Maſchinen ausbeſ⸗ ſern oder auch anfertigen und endlich mit ſeinen Pfer⸗ den die Waare in die Stadt bringen. Und das Alles thut der eigene Muſchik!'s ſcheint, als koſtete es nichts,