Teil eines Werkes 
3. Band, Tarantas : 1. Theil (1847) Tarantas: putevye vpečatlenija
Entstehung
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156 Tarantas.

Das ſollte ich auch meinen. Die Deutſchen und Franzoſen bemitleiden unſern Muſchik:n wahres Pla⸗ gepferd! ſagen ſie, und wenn man's bei Licht beſieht, ſo iſt das Plagepferd geſünder, beſſer genährt und zu⸗ friedner, als viele andere. Bei ihnen, habe ich mir ſagen laſſen, hat der Bauer ſeine liebe Noth, für Al⸗ les muß er zahlen, für Waſſer und Land, für Haus und Hof, für das Holz und ſogar für die Luft, was man ihm nur herausreißen kann. Da heißt's, zahle pünktlich, Hungersnoth Feuersbrunſt s iſt Alles einerlei.... Zahle, Kanaille! Du biſt ein freier Menſch! Wo nicht, ſo ſtößt man Dich von Haus und Hof, und verkomm' mit Weib und Kind, wo Du willſt, s geht uns nichts an. Da ſchreit das Franzo⸗ ſenvolk, daß es bei uns unmenſchlich hergeht. Und wie iſt's denn bei ihnen? Der Teufel weiß, was ſie für Zeug aushecken und ins Gelag hinein ſchwatzen. Was meinſt Du dazu? i

IJwan Waßiljewitſch zuckte mit den Achſeln.

Du biſt mir auch ſo'n Liberaler! Ihr jungen Leute ſeid lauter Liberale. Nichts iſt nach Euerm Ge⸗ ſchmack: das Eine iſt nicht recht und das Andere nicht ſo, und fragt man Euch, wie's beſſer zu machen, ſo wißt Ihr nicht, was Ihr wollt.