Teil eines Werkes 
3. Band, Tarantas : 1. Theil (1847) Tarantas: putevye vpečatlenija
Entstehung
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Vom Grafen Sollogub. 143

übriggebliebenen Denkmäler der Vergangenheit möglich ſei. Wie ſeltſam es auch ſcheinen möge, doch finden wir gleich auf dem erſten Blick zwei wichtige Finger⸗ zeige in zwei Hervorbringungen der Baukunſt, wel⸗ che weniger als andere ihre urſprüngliche Geſtalt verlo⸗ ren haben: Die Kirche und der Isba.

Gleichwie das Volksthum und der Glaube das Fundament der ruſſiſchen Macht bilden, ſo vermögen auch Kirche und Jsba die Baſis ruſſiſcher Kunſt zu werden....

Betrachtet man deren Bau nicht ſowohl im Ganzen, als vielmehr in ihren Einzelheiten, ſo findet man in Beiden faſt die ganze Entwickelungsgeſchichte Rußlands: In den Thürpfoſten, Karnieſen, Balluſtraden, Dächern und Fenſtern finden wir durchgängig den Einfluß ei⸗ ner bekannten Epoche, die Spuren eines beſondern Er⸗ eigniſſes. Hier wie überall in Rußland treffen Aſien und Europa zuſammen, und die Arabesken des Oſtens verſchlingen ſich nicht ſelten mit den Zierrathen italieni⸗ ſcher Kunſt. Bemerkenswerth iſt ferner, daß dem Aeu⸗ ßern nach die ruſſiſchen Kirchen die Form der aſiati⸗ ſchen Minarets angenommen haben, wahrſcheinlich un⸗ ter der Herrſchaft der Tartaren, während das Innere rein byzantiniſch geblieben iſt. Könnte dies nicht zu⸗