ten und für eine Formalität nicht alles zu wa⸗ gen. Don Juan hatte bemerkt, wie man ſein Zimmer verſchloß. Während der Prinz bey der Königin war, hatte der König dem Künſtler dieſes ungewöhnlichen Schloſſes befohlen, es ſo zu verändern, daß die Thüre ſich nicht der⸗ geſtalt verſchließe, daß man ſie nicht von Außen ſollte öffnen können. Indeß machte ſie doch beym Oeffnen großes Geräuſch. Doch der Graf von Lerma, den der König voran hinein ſandte, fand den unglücklichen Prinzen in ſo tiefem Schlafe, daß er die Degen und Piſtolen unter ſeinem Kopfe hinweg nehmen konnte, ohne ihn zu erwecken.
Der Graf ſetzte ſich nun auf die Kiſte aum Bette, in welcher, nach Don Juans Meinung, ſich die Feuergewehre befanden⸗ Der König ſchloß aus Lermas Schweigen, daß er ſeinen Auftrag erfüllt habe; er trat alſo in das Zim⸗ mer und vor ihm Rui Gomez, der Herzog von Ferra, der Großkommenthur und Don Diego von Cordoua, alle mit Degen und Piſtolen be⸗ waffnet.
Rui Gomez wekte den Prinzen auf; ſo bald er die Augen geöffnet hatte, rief er aus: Ich bin verloren! Der König ſagte zu ihm: alles geſchehe zu ſeinem Beſten. Doch als Don Kar⸗ los ſah, daß er eine Chatoulle mit Briefſchaf⸗


