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Erzählungen / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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„ten. Diejenigen, welche der Himmel in die „Lage verſetzte, andre zu beglücken, ſind ver⸗ „pflichtet ihr Schickſal zu erfüllen. Edle See⸗ „len gehen nur unter, weil ſie nicht an die „Schlechtigkeit der Bößen glauben. Die Lang⸗ „muth, welche das Leben des rechtlichen Man⸗ „nes der Wuth ſeiner Feinde überläßt, iſt „nicht Tugend, ſondern Schwäche und Güte „gegen Böswichter iſt die geführlichſte Thor⸗ „heit.“

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Der Prinz beſchloß, eh er zum äuſſerſten ſchritte, noch eine unſchuldige Liſt zu verſuchen⸗ Er erneute mit Wärme ſeine Bitte, nach Flan⸗ dern geſendet zu werden; wo die Lage der Dinge mehr als je ſchnelle Hülfe heiſchte. Er erklärte ſich hierüber mit Beſtimmtheit. Er glaubte, ſey er verrathen, ſo ſey auch alle Verſtellung vergeblich, und ſey er es nicht, ſo würde ſeine entſchloſſene Sprache den eifer⸗ ſüchtigen und eingeſchüchterten Fh vermö⸗ gen, ihn zu entfernen.

Dieſer unglückliche Monarch, fiel nun, da ſeine Rachſucht geſtillt war, in ſeine natürliche Furchtſamkeit zurück. Er ſah wohl ein, daß ein Heer nach Flandern geſendet werden müſſe⸗