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Dieſer argwöhniſche Fürſt empfand von neuem die Qualen der Eiferſucht; er hielt nach ſeiner Berechnung den Zeitpunkt der Schwan⸗ gerſchaft der Königin nicht für richtig und beſchuldigte nun den Markis eines Verbrechens, das ihm mehr Neider zugezogen hätte, als ſeine Tugenden.
Die Natur hatte ſo viele geiſtige und kör⸗ perliche Gaben an dieſem unglücklichen Günſt⸗ ling verſchwendet und dieſe betrachtete der Kö⸗ nig nun als Verführungsmittel für ſeine Gattin.
Indeß wäre er vielleicht von dieſem Wahne zurück gekommen, hätte ſich nicht damals ein Ereigniß zugetragen, das ſeinen Argwohn in Ueberzeugung verwandelte.
Unter den Feſten, die ſeine Herſtellung ver⸗ anlaßte, war auch ein glänzendes Turnier, wo jeder Kavallier ſich für eine Dame vom Hofe erklären und ihre Farben tragen mußte.
Am Abend vor dem Feſte befand ſich der Markis am Hofe der Königin. Ein zahlreicher Hofſtaat war verſammelt; ſie ließ ſich von ihm alle die Damen nennen, welche ihre Kavalliere hatten. Don Karlos und Don Juan waren die einzigen, die ſich für die ihrigen erklären
konnten. Beyde hatten es nicht gethan; viel⸗
leicht aus Furcht, ihre Gefühle zu verrathen;
und am Ende fand ſich, daß ſie allein kei⸗


