des Umgangs beyde für einander, die Achtung und Neigung, deren ſie beyde werth waren.
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Wir fürchten immer unſre geheimen Empfin⸗ dungen zu verrathen, aber nicht, derjenigen beargwohnt zu werden, die uns fremd ſind. Die Königin ſtrebte nur, ihre Gefühle für den Prinzen und die ſeinigen für ſie zu verbergen, aber nicht ſo ihre Freundſchaft für den Markis Poſa. Sie fürchtete alſo nicht, daß dieſe tadelnswerth gefunden würde.
um ihre Güte für ihn zu erwiedern, zeigte er oft mehr Intereſſe für ſie, als räthlich war. Beyde hatten Feinde; dieß erzeugte heimliches Geflüſter, aber ſie achteten es, im Bewußtſehn ihrer Unſchuld, nicht.
Indeß geſundete der König und die Köni⸗ gin wurde ſchwanger. Er war darüber höchſt erfreut; entweder weil er hoffte, noch einen Sohn zu erhalten, oder weil ihm dieſe Schwan⸗ gerſchaft als ein ſichres Zeichen ſeiner gůnzli⸗ chen Herſtellung erſchien. Aber dieſe Freude war kurz. Die Miniſter, die geheime Gunſt des Markis fürchtend, brachten den Umgang deſſelben mit ſeiner Gemahlin bald zur Kennt⸗ niß des Königs.


