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26. Indeß hatte des Königs erdichtete Krank⸗
heit ſich in eine wahre verwandelt. Er fiel
in ein Tertian⸗Fieber. Aber man glaubte an die wahre Krankheit ſo wenig, als an die vor⸗
gegebene. Die flandriſchen Rebellen hielten 4
dieß für einen Streich ſeiner Politik; und ver⸗ folgten ihr Unternehmen mit größerem Eifer als vorhin.
Dieß erhöhte den Schmerz des Königs und zugleich ſein Fieber.
Don Karlos ſah, die Erneuung ſeines Ver⸗ langens, nach Flandern geſendet zu werden, würde ihn noch mehr beunruhigen und ſchwieg. Doch ſein Vater, der ihm nicht ſo viel Be⸗ ſcheidenheit zutraute, hielt ſeinen ſteten Auf⸗ enthalt an ſeinem Bette, für eine ſtumme Erinnerung.
Dieſes ſtete Dabeybleiben hatte andere Gründe. Die Königin verließ den Kranken nicht; Don Karlos konnte nur da ſie ſehen. Indeß betrugen ſie ſich in des Königs Gegen⸗ wart mit großer Vorſicht und wagten es kaum, zuſammen zu ſprechen. Dieſer Zwang drückte den Prinzen ſehr und ſchadete ihrem beyder⸗ ſeitigen Intereſſe weſentlich. Sie hatten ſich Nachrichten mitzutheilen und in dieſem wichti⸗


