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Erzählungen / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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„Iſt es möglich!“ rief der Prinz aus, und ſprang auf:„In wenigen Minuten bin ich ſrtig Wir wiſſen, wie Theodor ſeinen guten Vater liebte. Der Kampf zwiſchen den blauen Augen und der kindlichen frommen Liebe war bald ent⸗ ſchieden. Er kleidete ſich an. Die Epiſtel fiel ihm in die Angen. Die Unmöglichkeit, unter allen dieſen Verhältniſſen ſie an Ort und Stelle zu bringen, ſprach ſich zu beſtimmt aus. Doch konnte er ſich nicht enthalten, den rückkehrenden Reinhold, der indeß ſich entfernt hatte, zu fragen:„Und die Kommiſſion?“

Die Befehle des Herzogs werden beſtim⸗ men, durch wen ſie fortgeſetzt werden ſoll! erwiederte Reinhold.

18.

Die Poſtillione ließen ſich hören. Man mußte einſitzen. Verſchloßen und einſilbig ſaß der Prinz neben dem Hofrathe im Wagen. Dieſer blieb ſich gleich und fragte nicht.

Sie langten in der Reſidenz an. Der Her⸗ zog empfing Thevdor in ſeinem Kabinete aber⸗ mals lächelnd und ſchloß ihn ſeine Arme.

„Sie ſind hergeſtellt, mein theurer Vater?“ rief der Prinz freudig.