Sehr lieb, Herr Hofrath. In ihm ver⸗ tändelte ich die ſeligen Jahre meiner Kindheit; jeder Strauch, jede Blume weckt eine frohe Er⸗ innerung, und ich mag gerne froh ſeyn.
„Wohl Ihnen, Fräulein! Der frohe Menſch iſt nur ein guter Menſch.“
Nun, dann bin ich gewiß gut; denn ich ſinge, hüpfe und tanze gern. Hören Sie die Muſik, Herr Hofrath?
„Sie wünſchten alſo— 2“
Freilich, daß wir keine Zeit verlören. Acht Tage habe ich mich ſchon auf dieſen Abend ge⸗ freut. Nicht wahr, Herr Hofrath, ich bin ein recht kindiſches Mädchen?
„Ein kindliches, ja.“
Gehen wir alſo?
„Ja, doch unter der Bedingung, daß Sie meine Tänzerin ſind.“
Recht gerne.
So zogen ſie dann Hand in Hand hinauf in den Sallon, und Theodor ſchwelgte ſchon zum Voraus in der Idee, im Tanze den ſchönen blauen Augen ſo nahe zu ſeyn.
12.
Unbefangen ſchlang das holde Mädchen ſich in ſeine Arme. Ganz im Vergnügen des Tanzes 2 3


