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Erzählungen / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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gelten nicht, den Blick Sr. Durchlaucht zu hef⸗ ten, und ſeh dies dem Scharfblick des Herrn Vaters nicht entgangen, oder ſey es Zufall? bald darauf verloren ſich die zwei älteren Schwe⸗ ſtern in Seitenalleen und der Herr Kammer⸗ Direktor erbot ſich, dem Herrn Hofrath Rein⸗

hold, als bekanntem Freunde der Gartenkunſt, ſeine chineſiſch-engliſchen Anlagen zu zeigen; kurz, der Pinz fand ſich plötzlich mit den großen

himmelblauen Augen allein. Se. Durchlaucht waren zum erſtenmal in ihrem Leben verlegen; denn dieſe großen himmelblauen Augen blickten

ſo offen, arglos und unbefangen in die ſei⸗

nigen.

wie gewöhnlich, das Geſpräch an.

Welcher ſchöne Tag! knüpfte der Prinz,

Ja wohl! erwiederte die Schöne: Und wie

rein und hell der Himmel! Himmliſch blau, hell und rein, beinahe wie Ihre Angen, Fräulein!

Finden Sie das? erwiederte das lächelnde

Mädchen. Daß ſie blau ſind, ſagt mir mein Spiegel; aber daß ſie rein ſind, höre i gern von gebildeten Männern.

Wayrlich, das ſind ſie, und dann iſ auch

das Herz rein. Darum lieben Sie auch wohl die freie Natur, und dieſer ſchöne Garten iſt

Ihnen lieb?