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Erzählungen / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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verloren, bemerkte ſie nicht, daß ihr Tänzer

ſie immer feuriger umſchlang; wohl aber, daß

ſeine Augen ſich ſtets in den ihrigen ſpiegelten.

Nach mehrern Walzern warf ſie ſich auf einen

Stuhl. Der Prinz ſetzte ſich neben ſie.

Sind Sie ſchon ermüdet, mein Fräulein?

Müde nicht, aber mir iſt ſo heiß. Warum haben Sie mich auch immer angeſehen?

Weil ich in dieſen ſchönen blauen Augen des Himmels Glorie zu erblicken glaubte. Und was hätte ich auch auf Erden Schöneres be⸗ trachten können?

Nun, wenn Ihnen denn meine Augen ſo wohl gefallen, ſo mögen Sie das unſerm Erb⸗ prinzen verdanken.

Dem Erbprinzen? fuhr Theodor auf. Freilich! Denn an ſeinem Geburtstage, nur vier Jahre ſpäter, bin ich geboren; von ihm führe ich den Namen, und von ihm habe ich wohl dieſe Augen geerbt; denn er ſoll recht ſchöne blaue Augen haben, Herr Hofrath, ge⸗ rade wie Sie.

Sie führen ſeinen Namen? fuhr der Prinz fort, ſeine Verlegenheit zu verbergen ſtrebend:Sie heißen alſo? Theodore.

Theodore? Wirklich, Theodore heißen