Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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den. Winifred erhob ein lautes Geſchrei und fuhr mit dem Kopf unter die Decke. Herr Loyd meinte, der böſe Feind ſey in leib⸗ haftiger Geſtalt erſchienen, um ihn mit Fäuſten zu ſchlagen; er vergaß alle fleiſchlichen Gedanken und fing an mit großer Inbrunſt laut zu beten. Endlich aber ſprang das arme Thier, das die größte Angſt ſelbſt hatte, auf's Bett und miaute ganz jämmerlich. Als nun Loyd das wahre Weſen ſeines Freudeſtörers ſah, ſtand er auf und öffnete die Thüre, worauf der unangenehme Gaſt in größter Eile ſeinen Abſchied nahm. Als er ſich ſofort durch einen doppelten Riegel vor einem zweiten Ueberfall geſchützt hatte, wurde er an ſeinem Thun und Laſſen nicht weiter gehindert.

Wenn man aus den Blicken der guten Leutchen einen Schluß ziehen darf, ſo ſind alle ſehr wohl mit ihrem Schickſal zufrieden. Georg Denniſon und ſeine Frau ſind zu delikat, um ihr gegenſeitiges Ver⸗ gnügen zu ſtark merken zu laſſen, allein ihre Augen ſagen genug. Tabitha Lismahago dagegen gibt ihre Freude über die Liebe ihres ſüßen Mannes bis zum Eckel erkennen, und ſein Betragen iſt ein wahrer Spiegel von Galanterie. Er ſeufzt, äugelt und wirft dem liebens⸗ würdigen Weſen ſchmachtende Blicke zu; er küßt ihr die Hand, flüſtert ihr entzückte Worte in's Ohr und ſingt verliebte Lieder. Ohne alle Zweifel aber lacht er in's Fäuſichen über ihre Narrheit, ihn für aufrichtig zu halten. Um zu zeigen, daß die Anſtrengun⸗ gen der letzten Nacht ihn nicht entkräftet, tanzte er heute früh eine hochländiſche Sarabande über ein bloßes Schwerdt und ſprang ſo hoch, daß er meiner Anſicht nach ſein Brod als Luftſpringer ver⸗ dienen könnte. Fragt man Herrn Matthias Loyd, wie er mit ſeinem Kaufe zufrieden ſey, ſo hebt er die Augen in die Höhe und ſpricht:Der Herr laſſe uns mit Dank genießen. Amen. Seine Chehälfte kichert und hält die Hand vor die Augen, als ob ſie ſich ſchämte, daß ſie mit einem Mann in einem Bette geſchlafen. Da ſehen Sie, wie den guten Hänflingen ihr neuer Käfigt behagt, doch vielleicht werden Sie bald ein anderes Liedchen ſingen, wenn