Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Herr Denniſon drang meiner Schweſter zwei Banknoten von je hundert Pfund auf, und ſeine Frau ſchenkte ihr einen diamantenen Halsſchmuck von doppeltem Werth. Ueberhaupt wurden unter den Perſonen der beiden Familien, die ſich ſo glücklich beiſammen fan⸗ den, freundſchaftliche Geſchenke zum Andenken gewechſelt.

Da man Georg Denniſon und ſeine Braut für ein Paar hal⸗ ten mußte, bei dem ein Spaß übel angebracht geweſen wäre, ſo hatte Jacob Wilſon ſich vorgenommen, ſeinen Witz an Lismahago zu zeigen, und begann nach Tiſche, als die Damen aufgeſtanden waren, ihm tüchtig zuzutrinken. Allein der Capitain durchſchaute ſeinen Plan und bat um Gnade, denn er behauptete, das Aben⸗ teuer, auf welches er ſich eingelaſſen, ſey ſehr ernſter Natur, und jeder guter Chriſt ſollte ihm eher Kraft wünſchen, als Hinderniſſe in den Weg legen, es glücklich zu beſtehen. Er wurde alſo ge⸗ ſchont und bekam Erlaubniß, das Brautbett mit ſeinen vollen fünf Sinnen zu beſteigen. Er ſaß mit ſeiner Herzgeliebten im vollſten Prunke da, wie Saturn und Cybele, bis die ſegensvolle Hochzeits⸗ kaltſchaale getrunken wurde, und nachdem man über dem Haupte der Frau Tabitha Lismahago einen Kuchen zerbrochen, wurden die Stücke unter die Anweſenden vertheilt, nach dem Gebrauch der alten Briten, welche glauben, jeder Perſon, die von dieſem ge⸗ weihten Kuchen eſſe, erſcheine in der nächſten Nacht ihr künftiger Bräutigam oder ihre künftige Braut.

Das ganze Gewicht von Wilſons neckiſcher Bosheit fiel jetzt auf den ehrlichen Humphry und ſeine Angetraute, die mit der gewöhn⸗ lichen Eeremonie des Strumpfwerfens in eine Kammer oben im Hauſe gebettet wurden. Nachdem dieß geſchehen und die Geſell⸗ ſchaft fortgegangen war, entſtand auf einmal ein Katzengeheul, und Wilſon fand Gelegenheit, eine wirkliche Katze in die Kammer zu ſchaffen. Er hatte ihr Wallnußſchalen unter die Füße gepicht, die auf dem bretternen Boden ein ſo furchtbares Getöſe mach⸗ ten, daß unſere Liebenden in nicht geringen Schrecken verſetzt wur⸗