als unerwartetes Geſchenk. So aufgeputzt, wurde ſie von Herrn Denniſon, welcher Vaterſtelle vertrat, an den Altar geführt. Lisma⸗ hago avan cirte in militäriſchem Schritt, in ſeiner erbeuteten fran⸗ zöſiſchen Uniform, die ihm auf eine ganze Spanne nicht bis ans Knie reichte, in ſeiner Gelehrten⸗Perücke, die jeder Beſchreibung ſpottet, und mit einem ſchmachtenden Ausdruck im Geſicht, worin etwas Schalkhaftes und Jroniſches zu liegen ſchien. Den Ring, den er ihr an den Finger ſteckte, hatte er bis zum Augenblick, da er gebraucht wurde, verborgen gehalten. Jetzt brachte er ihn mit ſichtbarer Selbſtzufriedenheit an's Tageslicht. Es war eine ſchöne Antike mit Roſetten eingefaßt. Er hat uns nachher erzählt, daß er ſchon zweihundert Jahre ſeiner Familie angehöre, und er ſelbſt habe ihn von ſeiner Großmutter zum Geſchenk erhalten.
Dieſe Umſtände waren äußerſt ſchmeichelhaft für die Eitelkeit unſerer Tante Tabby, welche in der Freigebigkeit des Lieutenants bereits eine ungemeine Befriedigung erhalten hatte, denn er hatte am Morgen meinem Oheim einen feinen Bärenpelz und eine ſpa⸗ niſche Vogelflinte geſchenkt, mir ſelbſt aber ein paar Piſtolen, die hübſch gearbeitet und mit Silber ausgelegt ſind. Zugleich gab er der Jungfer Jenkins einen indianiſchen Geldbeutel von Seidengras geſtickt, mit zwanzig Kronenthalern darin. Sie müſſen nämlich wiſſen, daß dieſes Dämchen und Herr Loyd das dritte Paar aus⸗ machten, das geſtern dem Hymen ſeine Opfer gebracht hat. Ich ſchrieb Ihnen in meinem letzten Briefe, daß er mich um meine Ver⸗ mittlung bat, die bei meinem Oheim wirklich den gewünſchten
Erfolg hatte. Tante Tabby aber ſperrte ſich ſo lange, bis die
liebeſieche Jenkins hyſteriſche Anfälle bekam, dann gab ſie nach und die zwei girrenden Turteltauben wurden eingekäfigt. Auch die Tante ließ das Licht ihrer Großmuth hell ſtrahlen, und ſchenkte der Braut ihren geſammten Ueberfluß an Kleidern und Leinwand, meine Schweſter that das Gleiche und Herr Bramble und ich ver⸗ gaßen ſie ebenfalls nicht. Es war ein wahrer Tag der Sühnopfer. Smollet's Romane. XV. 12
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