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werden leicht einſehen, wie verlegen ein unerfahrnes, ſchwachner⸗ viges und furchtſames Mädchen, wie ich, in einer ſolchen Situa⸗ tion ſeyn muß, und wie ſehr mir die Gegenwart einer vertrauten Freundin Muth machen und zu Statten kommen würde. Sie wiſſen, daß unter allen meinen Schulfreundinnen Miß Willis im⸗ mer mein Vertrauen und meine Zuneigung im höchſten Grade be⸗ ſeſſen hat, und deßhalb wünſche ich recht herzlich, in dieſem ſo hochwichtigen Moment meines Lebens das Glück ihrer Geſellſchaft genießen zu können.
Madame Denniſon, eine allgemein geliebte und hochgeſchätzte Dame, hat auf mein Bitten deßhalb an Sie geſchrieben, und ich erlaube mir nun, ihr Geſuch hiemit auf's Beſte zu unterſtützen. Theuerſte Madame Jermyn! meine ewig verehrte Pflegmutter! ich beſchwöre Sie bei der Zärtlichkeit, mit der Sie einſt Ihren Lieb⸗ ling Liddy auszeichneten, bei dieſem wohlwollenden Herzen, das Sie ſo geneigt macht, das Glück aller Ihrer Mitmenſchen zu be⸗ fördern, leihen Sie meiner Bitte ein geneigtes Ohr, und ge⸗ brauchen Sie Ihren Einfluß auf Letty's Mutter, daß mir mein ſehnlichſter Wunſch erfüllt wird. Wenn man mir hierin willfährt, ſo verpflichte ich mich, ſie nach Glouceſter zurückzubegleiten, allwo ich, wenn Sie es erlauben, die Ehre haben werde, Ihnen unter anderem Namen vorzuſtellen
Ihre ergebenſte und pflichtſchuldigſte Dienerin Den 14. Oetober. Lydia Melford.
An Jungfer Marie Jones in Vrambletonhall. Liebe Marie Jones! Meine liebe Marie Jones! Ich habe in den letzten Dagen ſo Viel Ebentheuer, Erſtaunen und ſchrecklichkeiten erlebt, daß Ich faſt ganz außer Mir bin und noch nicht weiß, ob ich meiner lebtage wieder zum verſtand Kom⸗ men werde. In der letzten Woche haben ſie mich Nahe wie eine Smollet's Werke. XV. 11


