Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
Einzelbild herunterladen

28 Zur Zeit der letzten Rebellion ſtand er an der Spitze des Magi⸗ ſtrats. Ich ſaß als Mitglied im Unterhauſe, als er von demſel⸗ ben verhört wurde, und bei dieſer Gelegenheit bemerkte Herr P., er habe vor den Schranken des Hauſes noch nie ſo vernünftig ſprechen gehört. Auch bei Herrn Doctor John Gordon wurde ich eingeführt, einem Patrioten von ächt römiſchem Geiſte; er iſt der Stifter der hieſigen Leinwandmanufakturen, ſo wie ein großer Beförderer des ſtädtiſchen Arbeitshauſes, der Krankenanſtalt und anderer nützlichen Inſtitute dieſer Art. Hätte er im alten Rom gelebt, ſo würde man ihm gewiß auf öffentliche Koſten eine Statue errichtet haben. Ferner bin ich mit Herrn Gfffd. zuſammen gekommen, den ich für einen der größten Handelsherren von Europa halte. Im letz⸗ ten Kriege ſoll er nicht weniger als fünfundzwanzig Schiffe auf eigene Rechnung in der See gehabt und jährlich mehr als eine halbe Million Sterling umgeſetzt haben. Für Glasgow war der letzte Krieg eine glückliche Periode; die Kaufleute ſahen ein, daß ihre nach Amerika beſtimmten Schiffe, die gleich an der Nordſeite von Irland in das atlantiſche Meer ſtechen, einen Weg ſegelten, wohin nicht viele Kaper kamen, und beſchloßen daher, ſich gegen⸗ ſeitig zu verſichern; auf dieſe Art erſparten ſie eine anſehnliche Summe, weil nur wenige Schiffe von ihnen aufgebracht wurden. Sie müſſen wiſſen, daß ich für dieſen Theil von Schottland eine Art Nationalliebe hege. Die große Kirche, welche dem heiligen

Mongah gewidmet iſt, der Clydefluß und mehrere andere Sachen,

die nach unſerer wälſchen Sprache und unſeren wälſchen Gebräuchen

ſchmecken, tragen dazu bei, meiner Einbildungskraft zu ſchmeicheln,

dieſe Völker ſeyen Abkömmlinge der Briten, welche das Land frü⸗

her bewohnt hatten. Ohne alle Widerrede war dieß ein cambri⸗ ſches Königreich. Die Hauptſtadt war Dumbarton(ein verketzer⸗

ter Ausdruck für Dunbriton), wovon immer noch eine königliche

Burg, anderthalb Meilen unter Glasgow, am Zuſammenfluſſe

des Clyde und des Leven, vorhanden iſt. Ganz in der Nähe wurde